Proteste gegen AfD-Kinderschutz-Konferenz: "Bunt statt braun" ruft zum Widerstand auf
Herbert RennerProteste gegen AfD-Kinderschutz-Konferenz: "Bunt statt braun" ruft zum Widerstand auf
Am kommenden Samstag ist eine Demonstration vor dem Landtag von Niedersachsen geplant. Die Kundgebung fällt zeitlich mit einer Kinderschutz-Konferenz zusammen, die von der AfD-Landtagsfraktion organisiert wird. Die Veranstaltung stößt auf Kritik eines linken Bündnisses, das der Partei vorwirft, den Kinderschutz für politische Zwecke zu instrumentalisieren.
Das Bündnis „Bunt statt braun“, angeführt von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Linken, hat zu Protesten aufgerufen. Unterstützt wird es unter anderem von Gruppen wie „Omas gegen Rechts“, den Gewerkschaften Verdi und GEW, der katholischen Kirche, der SPD und den Grünen. Ihr Motto lautet: „Unser Regenbogen bleibt bunt“.
Auf der AfD-Konferenz sollen Themen wie Gender-Ideologie, die Verharmlosung von Pädophilie, die frühkindliche Sexualisierung und Gewalterfahrungen von Kindern behandelt werden. Zu den Rednern zählen Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, sowie die EU-Abgeordnete Christine Anderson, die über die Auswirkungen der Corona-Politik auf Kinder sprechen wird. Uwe Kranz, ehemaliger Präsident des Thüringer Landeskriminalamts, referiert über sexuelle Gewalt gegen Kinder. Organisatorin der Veranstaltung ist Vanessa Behrendt, familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion.
Das linke Bündnis stuft die AfD als gesicherte rechtsextreme Partei ein und wirft ihr vor, mit der Konferenz Kinderschutz-Themen für ihre Zwecke zu missbrauchen. Sowohl die Proteste als auch die AfD-Veranstaltung finden am Samstag parallel statt.






