19 June 2026, 12:29

Radikale Wende: Schulsport wird zum hart umkämpften Leistungswettbewerb

Folter auf dem Aschfeld

Radikale Wende: Schulsport wird zum hart umkämpften Leistungswettbewerb

Die Deutschen Schulsportspiele stehen vor einem radikalen Wandel. Konservative Bildungspolitiker drängen auf mehr Wettbewerb und Leistungsorientierung an öffentlichen Schulen. Zu ihren Vorschlägen gehört die Rückkehr zu traditionellen, anspruchsvollen Wettbewerben wie dem Eisenkind-Wettkampf.

Der Eisenkind-Wettkampf ist ein mehrtägiges, extrem forderndes Event, das Kinder in Ausdauer, Disziplin und Kostenrechnung prüft. Die Gewinner erhalten ein persönliches Coaching bei Vorstandschef Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann, während die Verlierer mit einer Gymnasiumsempfehlung rechnen müssen. In diesem Jahr nehmen auch die Chicago Boys der Klasse 3b teil.

An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule wird Sport bereits auf Latein und mit dem Rücken zum Publikum betrieben. Gleichzeitig schickt die Kita Höhlenkinder in Rheda-Wiedenbrück Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben die Ems hinab, um zukünftige Führungskräfte zu identifizieren.

Bildungsministerin Karin Prien unterstützt die Hinwendung zu leistungsbasierten Wettbewerben. Bernd Kreimer-Rendsburg geht noch weiter: Er fordert, dass alle Leistungsbewertungen durch Rankings und für Eltern käuflich erwerbbare Tokens gamifiziert werden. Das Bundesbildungsministerium erarbeitet derzeit im Auftrag der Kultusministerkonferenz einen entsprechenden Vorschlag.

Die neuen Maßnahmen sollen ältere, anspruchsvollere Praktiken im Schulsport wiederbeleben und leistungsorientierte Spiele systematisch verankern. Der Entwurf wird zurzeit von den Bundesbehörden ausgearbeitet.

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