Rentenkommission plant schrittweise Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters bis 2051
Gerdi BaumRentenkommission plant schrittweise Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters bis 2051
Rentenalter in Deutschland soll nach Vorschlägen der Rentenkommission steigen
Nach neuen Plänen der Rentenkommission soll das gesetzliche Rentenalter in Deutschland schrittweise angehoben werden. Die Änderungen betreffen alle Arbeitnehmer, wobei die Anpassungen an die steigende Lebenserwartung und nicht an die Beitragsjahre geknüpft werden sollen.
Aktuell können alle, die nach 1964 geboren wurden, mit 67 Jahren in Rente gehen – unabhängig davon, wie lange sie in die Rentenkasse eingezahlt haben. Das System behandelt alle Berufe gleich, von Akademikern bis zu körperlich Arbeitenden. Da Akademiker oft mehr verdienen und länger leben, erhalten sie über mehr Jahre hinweg höhere Rentenbezüge.
Die Kommission schlägt nun vor, die Regelung abzuschaffen, die ein abschlagsfreies Renteneintrittsalter nach 45 Beitragsjahren ermöglicht. Bundeskanzler Friedrich Merz unterstützt diesen Schritt mit dem Argument, dass Spätstarter weniger eingezahlt hätten als jene, die bereits mit 16 Jahren zu arbeiten beginnen und durchgehend Beiträge leisten. Der neue Plan lehnt zudem eine Verknüpfung des Rentenalters mit der Beitragsdauer ab – trotz Forderungen nach einer gerechteren Lösung.
Laut den Vorschlägen würde das Rentenalter schrittweise steigen: Bis 2041 auf 67,5 Jahre und bis 2051 auf 68 Jahre. Arbeitnehmer in körperlich anspruchsvollen Berufen könnten Schwierigkeiten haben, bis dahin zu arbeiten. Daher empfiehlt die Kommission individuelle Gesundheitsprüfungen für einen vorzeitigen Renteneintritt.
Nach der Reform müssen alle Beschäftigten länger arbeiten. Besonders betroffen sind Menschen ohne Hochschulabschluss. Ziel der Änderungen ist es, das Rentenalter an die steigende Lebenserwartung anzupassen und mehr Gerechtigkeit zwischen verschiedenen Berufsgruppen herzustellen.
