19 March 2026, 12:36

Revolutionäres Laserschweißen könnte den Schiffbau effizienter und günstiger machen

Zwei Schweißer in Schutzausrüstung arbeiten an einem Metallstück mit einem Schweißbrenner in einer industriellen Fabrikumgebung mit Werkzeugen und Geräten im Hintergrund.

Revolutionäres Laserschweißen könnte den Schiffbau effizienter und günstiger machen

Forscherinnen und Forscher des Laser Zentrums Hannover (LZH) entwickeln ein neues Schweißverfahren für dicke Metallplatten, wie sie im Schiffbau eingesetzt werden. Ziel des Projekts ist es, einen schnelleren und effizienteren Prozess zu schaffen, der Kosten senkt und Fehler reduziert. Es ist Teil der Initiative DIGIMAR, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird.

Das Team arbeitet an einer Mehrstrahl-Laserschweißtechnik mit maßgeschneiderter Strahlformung. Dieses Verfahren ermöglicht hochwertiges, rissfreies Schweißen von Metallplatten mit einer Dicke von bis zu 30 Millimetern. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden reduziert der einstufige Prozess die Anzahl der Schweißlagen und spart so Zeit, Zusatzwerkstoffe und Schutzgas ein.

Wichtige Schweißmerkmale wie Nahtüberhöhung, Schweißraupenbreite und Verzug werden in Echtzeit erfasst. Diese Daten fließen in ein adaptives Steuerungssystem ein, das den Schweißprozess optimiert. Zudem entstehen digitale Zwillinge des Prozesses und der Naht, um den Fortschritt zu überwachen und Fehler zu minimieren.

Das Projekt ist eine Kooperation innerhalb von DIGIMAR, an der die MEYER WERFT GmbH & Co. KG und die Laserline GmbH beteiligt sind. Ein integriertes Qualitätssicherungssystem auf Basis der Digitalen-Zwilling-Technologie wird entwickelt, um gleichbleibend fehlerfreie Ergebnisse zu gewährleisten.

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Die neue Methode könnte den Schiffbau revolutionieren, indem sie die Produktionskosten und den Ressourcenverbrauch senkt. Durch die Kombination von adaptiver Steuerung und digitalen Zwillingen soll die Zuverlässigkeit gesteigert und Abfall reduziert werden. Der Fokus der Forschung liegt auf dickwandigen Metallplatten, doch mögliche Anwendungen gehen über das aktuelle Projekt hinaus.

Quelle