Rheinische Post will westfälische Zeitungen übernehmen – Medienlandschaft vor Umbruch
Alex TintzmannRheinische Post will westfälische Zeitungen übernehmen – Medienlandschaft vor Umbruch
Die Rheinische Post hat Pläne bekannt gegeben, die westfälischen Zeitungen sowie deren Online-Plattformen zu übernehmen. Die Anfang März angekündigte Transaktion würde ihre Präsenz in ganz Nordrhein-Westfalen ausbauen. Sollte der Deal genehmigt werden, könnte dies die Medienlandschaft der Region grundlegend verändern.
Die geplante Übernahme ist Teil eines wachsenden Konsolidierungstrends in den deutschen Medien. In den vergangenen Jahren haben große Verlagsgruppen zunehmend kleinere Titel übernommen. Wird dieser Deal abgeschlossen, wäre die Rheinische Post die auflagenstärkste Tageszeitungsgruppe des Bundeslandes.
Das Bundeskartellamt wird die Fusion prüfen, stößt dabei jedoch auf enge rechtliche Grenzen. Nach geltendem Recht darf es nur die Auswirkungen auf Leserzahlen und Werbewettbewerb bewerten. Aspekte wie journalistische Vielfalt oder redaktionelle Unabhängigkeit liegen außerhalb seines Zuständigkeitsbereichs.
Die Entscheidung über die Übernahme liegt nun bei den Aufsichtsbehörden. Bei einer Freigabe würde die Rheinische Post den Zeitungsmarkt in Nordrhein-Westfalen dominieren. Das Ergebnis wird zudem zeigen, ob mit weiterer Branchenkonzentration zu rechnen ist.






