Rosenmontagszug in Köln: Warum 230 Pferde trotz Tierschutz-Protesten mitlaufen

Gerdi Baum
Gerdi Baum
2 Min.
Ein Bild eines Karnevalsumzugs mit Menschen in bunten Kostümen, die auf Pferden vor einem geschmückten Motivwagen reiten, vor einem klaren blauen Himmel mit Bäumen im Hintergrund.Gerdi Baum

Pferde beim Rosenmontagszug in Köln? Für und Wider - Rosenmontagszug in Köln: Warum 230 Pferde trotz Tierschutz-Protesten mitlaufen

Kölner Rosenmontagszug: 230 Pferde trotz wachsender Tierschutz-Kritik

Auch in diesem Jahr werden beim berühmten Kölner Rosenmontagszug wieder rund 230 Pferde mitlaufen. Doch die Tradition steht zunehmend in der Kritik von Tierschützern, die argumentieren, dass die Veranstaltungen Stress und Leiden für die Tiere verursachen. Während Städte wie Bonn Pferde bereits aus ihren Umzügen verbannt haben, hält Köln an der Praxis fest.

Pferde sind seit langem ein fester Bestandteil des Kölner Karnevals. Jahr für Jahr nehmen sie am Rosenmontagszug teil, ziehen Schaulustige an und bewahren eine historische Tradition. Doch der Widerstand gegen ihren Einsatz hat in den letzten Jahren zugenommen.

Tierschutzorganisationen wie PETA und der Deutsche Tierschutzbund fordern ein vollständiges Verbot. Sie behaupten, dass Lärm, dichte Menschenmengen und das chaotische Umfeld sichtbaren Stress, Verletzungen und sogar Unfälle verursachen. Auch bekannte Karnevalsgrößen wie der Künstler Jacques Tilly lehnen den Einsatz von Pferden im Zug ab.

Der Kölner Stadtrat hat zwar über Vorschläge diskutiert, Pferde aus dem Umzug zu verbannen, doch fehlte es bisher an ausreichender politischer Unterstützung für ein Verbot. Seit Bonn als einzige deutsche Stadt den Schritt gewagt hat, hat keine weitere Kommune offiziell auf die Tradition verzichtet. Der Deutsche Tierschutzbund hat zwar allgemein bessere Tierhaltungsstandards gefordert, doch keine Stadt hat bisher alternative Bräuche eingeführt.

Um Bedenken zu begegnen, setzt das Festkomitee des Kölner Karnevals strengere Regeln durch. Dazu gehören verpflichtende Trainingseinheiten, Eignungstests für die Führer der Tiere sowie regelmäßige Pausen für die Pferde. Die Richtlinien verlangen zudem erfahrene Betreuer und eine schrittweise Gewöhnung der Tiere an die Reize des Umzugs, um Stress zu minimieren.

Trotz der anhaltenden Debatte wird der Kölner Zug in diesem Jahr mit Pferden – jedoch unter den bestehenden Auflagen – stattfinden. Das Festkomitee betont, dass seine Maßnahmen den Tierschutz gewährleisten. Tierschützer hingegen drängen weiter auf ein vollständiges Verbot in künftigen Veranstaltungen.

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