12 March 2026, 08:28

Rücktritt des Stadtwerke-Chefs Hermes nach Bonner Immobilienskandal

Ein schwarzes und weißes Plakat mit einer Betrugswarnung, das den Text 'Carlsbad Spruud Salt' und ein Firmenlogo zeigt.

Rücktritt des Stadtwerke-Chefs Hermes nach Bonner Immobilienskandal

Der Vorstandsvorsitzende der Bonner Stadtwerke, Olaf Hermes, hat seinen Rücktritt im Zuge eines anhaltenden Immobilienskandals bekannt gegeben. Seine Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Ermittlungen zu mutmaßlicher Korruption und Interessenkonflikten an Fahrt aufnehmen. Im Mittelpunkt der Affäre steht ein umstrittenes Grundstücksgeschäft auf dem Gelände des Flugplatzes Hangelar bei Köln.

Hermes hatte den Skandal bereits im Dezember aufgedeckt und dabei offenbart, dass lokale Politiker Druck auf den kommunalen Versorger ausgeübt hatten, um einen geplanten Grundstückskauf zu verhindern. Eine spätere juristische Prüfung deutete darauf hin, dass der Prozess möglicherweise nicht frei von externen Einflüssen oder Interessenkonflikten gewesen war. Das Unternehmen beabsichtigt nun, seine vertraulichen Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft zu übermitteln.

Im März 2026 kündigte die Bonner Staatsanwaltschaft Razzien bei Unternehmen und Personen an, die mit dem Fall in Verbindung stehen. Zudem laufen Vorermittlungen wegen des Verdachts auf Korruption und Untreue. Trotz der Turbulenzen hat der Aufsichtsrat Hermes und der Geschäftsführung weiterhin das Vertrauen ausgesprochen.

Hermes, der 2022 die Leitung der Bonner Stadtwerke übernommen hatte, besteht darauf, bis zum Sommer zurückzutreten. Einen Verbleib im Amt schließt er kategorisch aus – selbst in einer Phase, in der das Unternehmen umfangreiche Investitionen und Sparmaßnahmen im Nahverkehr vorbereitet.

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Der Skandal hat bei den Bonner Stadtwerken nicht nur rechtliche Schritte, sondern auch interne Umbrüche ausgelöst. Mit Hermes' Abgang steht das Unternehmen nun vor einer Führungslücke, während es gleichzeitig finanzielle Herausforderungen bewältigen muss. Die Behörden ermitteln unterdessen weiter zu den Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Hangelar-Flugplatz-Geschäft.

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