19 June 2026, 06:21

Sabotagewelle 2025: Deutschlands Verkehrsinfrastruktur im Visier von Angreifern

100+ Angriffe auf deutsche Infrastruktur im Jahr 2025

Sabotagewelle 2025: Deutschlands Verkehrsinfrastruktur im Visier von Angreifern

Deutschlands Verkehrsinfrastruktur unter wachsender Sabotagewelle im Jahr 2025

Im Jahr 2025 sah sich Deutschlands Verkehrsnetz einer zunehmenden Zahl von Sabotageanschlägen ausgesetzt. Die Behörden verzeichneten einen deutlichen Anstieg gezielter Störungen, wobei das Schienennetz besonders betroffen war. Die Vorfälle reichen von Cyberangriffen bis hin zu physischen Manipulationen an Gleisen und Kabeln.

Im Herbst 2025 sprengten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands eine wichtige Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin. Der Anschlag ereignete sich nur Augenblicke, bevor ein US-Militärkonvoi die Strecke passieren sollte. Es handelte sich um einen der direktesten Sabotageakte mit ausländischer Beteiligung.

Bereits früher im Jahr hatten mehrere Zwischenfälle die wachsende Bedrohungslage verdeutlicht. Am 12. Januar entgleiste ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen, nachdem ein Metallbügel auf den Schienen platziert worden war. Ende Juli führten zwei Kabelbrände in der Nähe von Duisburg und Düsseldorf zu Streckenstilllegungen – Sabotage wird vermutet. Auch die S-Bahn in Hannover wurde im Juli zweimal Ziel von DDoS-Angriffen, für die sich die prorussische Gruppe NoName057(16) verantwortlich zeigte.

Weitere Angriffe umfassten einen Brand in einem Berliner Kabelkanal im Januar, für den sich linksextremistische Kreise bekannten. Zudem nahmen die Behörden drei Männer fest, die im Rahmen der russischen Hybridkriegsführung Brand- und Bombenanschläge auf den Güterverkehr geplant haben sollen.

Das Bundeskriminalamt registrierte 2025 insgesamt 93 Sabotagedelikte gegen die Verkehrsinfrastruktur – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Jahr 2023 und 58 im Jahr 2024. Hinzu kamen 12 Straftaten unter der neu eingeführten Kategorie „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“, die in den Vorjahren nicht erfasst worden war.

Die Häufung der Anschläge hat nicht nur den Betrieb gestört, sondern auch Sorgen um die Sicherheit verstärkt. Deutsche Behörden stufen die Vorfälle als Teil einer umfassenderen Kampagne gegen kritische Infrastruktur ein. Der Trend zeigt keine Anzeichen einer Entspannung – beteiligt sind sowohl inländische als auch ausländische Akteure.

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