05 April 2026, 02:31

Sachsen-Anhalt reformiert Berufsstandards für Architekt:innen und Stadtplaner:innen

Farbcodierte Karte eines geplanten Wohnbaugebietes mit beschrifteten Bereichen für Gebäude, Straßen und weitere Merkmale.

Sachsen-Anhalt reformiert Berufsstandards für Architekt:innen und Stadtplaner:innen

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat neue Regelungen vorgeschlagen, um die Berufsstandards für Architektinnen und Architekten sowie Stadtplaner zu modernisieren. Ein Gesetzentwurf, der dem Landtag vorgelegt wurde, zielt darauf ab, die Zulassung, Ausbildung und Verantwortungsbereiche in diesem Bereich zu aktualisieren. Die Änderungen legen besonderen Wert auf Bürgerbeteiligung, Nachhaltigkeit und die einfachere Anerkennung ausländischer Abschlüsse.

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Nach dem geplanten Gesetz könnten ausländische Architektinnen und Architekten ihre Qualifikationen bereits vor der Einreise nach Deutschland anerkennen lassen. Dies stellt eine Abkehr von bisherigen Praktiken dar, wobei unklar bleibt, wie andere Bundesländer mit solchen Fällen bisher verfahren sind.

Der Entwurf erweitert die Möglichkeiten, wie Fachkräfte tätig sein dürfen, und erlaubt ihnen, in Unternehmensformen wie der GmbH & Co. KG, OHG oder KG zu arbeiten. Zudem werden künftig elektronische Anträge für die Registrierung und berufliche Meldungen akzeptiert, was die Verwaltungsabläufe vereinfacht.

Die neuen Ausbildungsanforderungen umfassen zentrale Themen wie barrierefreies Bauen, Klimaanpassung und Baurecht. Studierende und Berufstätige müssen sich außerdem mit Gebäudeplanung und Energieeffizienz befassen. In der Praxis werden Planerinnen und Planer verpflichtet, in ihren Projekten Maßnahmen für die Artenvielfalt, einen geringeren Energieverbrauch und den Einsatz erneuerbarer Energien zu berücksichtigen.

Absolventinnen und Absolventen von Architektur- und Stadtplanungsstudiengängen erhalten künftig die Möglichkeit, eine Junior-Mitgliedschaft in der Architektenkammer zu erwerben. Die Reformen stärken zudem die öffentliche Beteiligung bei Planungsvorhaben und legen einen größeren Fokus auf bezahlbaren Wohnraum sowie barrierefreien Zugang.

Die Novelle führt strengere Nachhaltigkeitsvorgaben ein und erleichtert gleichzeitig ausländischen Fachkräften den Berufseinstieg. Durch digitale Verfahren und aktualisierte Ausbildungsprogramme sollen Arbeitsabläufe effizienter gestaltet und die Qualitätsstandards angehoben werden. Der Landtag wird den Entwurf nun prüfen, bevor die Änderungen in Kraft treten können.

Quelle