Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen Personalmangel
Catrin KabusSachsen-Anhalt setzt auf ausländische Fachkräfte gegen Personalmangel
Zahl ausländischer Beschäftigter in Sachsen-Anhalt steigt stark an
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Allein zwischen 2020 und 2025 stieg die Anzahl der Unternehmen, die internationales Personal beschäftigen, um 43 Prozent. Dieser Trend zeigt einen deutlichen Wandel auf dem Arbeitsmarkt der Region.
Von Juni 2024 bis Juni 2025 erhöhte sich die Zahl der ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 5.560 auf 68.420. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Gesamtzahl der ausländischen Arbeitskräfte in der Region um 308 Prozent erhöht. Heute stammen fast 9 Prozent aller Beschäftigten in Sachsen-Anhalt aus dem Ausland.
Auch der Anteil der Betriebe, die ausländische Fachkräfte einstellen, ist gestiegen. Mittlerweile beschäftigt jedes vierte Unternehmen Mitarbeiter aus dem Ausland – das sind 3.492 Betriebe mehr als noch 2020. Größere Unternehmen stellen dabei eher Personal aus dem Ausland ein als kleinere. Dennoch beschäftigen weiterhin fast drei Viertel der Betriebe keine ausländischen Arbeitskräfte.
Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung von Zuwanderung für den Arbeitsmarkt. Er verweist auf demografische Entwicklungen als zentralen Treiber für den Bedarf an ausländischen Fachkräften. Die Wirtschaft in der Region ist zunehmend auf internationale Beschäftigte angewiesen, um Personalengpässe zu schließen.






