17 April 2026, 06:36

Sachsen-Anhalts Wirtschaft kämpft mit Bürokratie und hohen Kosten vor der Wahl 2026

Alte Karte von Preußen und Sachsen mit sichtbaren Grenzen, auf altem Papier gedruckt.

Sachsen-Anhalts Wirtschaft kämpft mit Bürokratie und hohen Kosten vor der Wahl 2026

Sachsen-Anhalts Wirtschaft bleibt in der Stagnation gefangen – ein Spiegel der bundesweiten Schwierigkeiten Deutschlands. Auf der Frühjahrsvollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau wiesen Führungskräfte auf tief verwurzelte Hindernisse hin, die das Wachstum bremsen. IHK-Präsident Sascha Gläßer nannte vor allem steigende Kosten und übermäßige Bürokratie als zentrale Belastungen für die Unternehmen in der Region.

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Im Mittelpunkt der Versammlung standen wirtschaftspolitische Herausforderungen. Die Mitglieder verabschiedeten die "Politischen Forderungen der IHK Halle-Dessau für Sachsen-Anhalt 2026", ein Positionspapier, das klare Erwartungen an die Landesregierung vor der Wahl 2026 formuliert – mit Schwerpunkten auf Arbeitsmarktpolitik, Bildung und Innovation. Die IHK forderte zudem bessere internationale Handelsverbindungen, weniger Bürokratie sowie den Ausbau der Energie- und Verkehrsnetze.

Hohe Energiepreise, starke Lohnkosten und eine hohe Steuerlast bezeichnete Gläßer als Haupthemmnisse. Zwar erkennen Bundespolitiker Handlungsbedarf, doch für die Unternehmen bleibt spürbare Entlastung bisher aus. Trotz dieser Probleme stößt die regionale IHK-Kampagne, die Sachsen-Anhalt als Wirtschaftsstandort bewirbt, auf positive Resonanz – ein kleiner Lichtblick.

Die Kammer will die wirtschaftspolitische Debatte vor der Wahl 2026 mit Fachanalysen und praktischen Lösungsvorschlägen prägen. Ziel ist es, Reformen voranzutreiben, die die finanzielle Belastung verringern und die Regularien für Unternehmen im Land vereinfachen.

Das IHK-Positionspapier bildet nun die Grundlage für Gespräche mit der Landesregierung. Die Betriebe in Sachsen-Anhalt kämpfen weiterhin mit hohen Betriebskosten und bürokratischen Hürden – eine schnelle Besserung ist nicht in Sicht. Die Vorschläge der Kammer werden die Agenda bis zur Wahl 2026 mitbestimmen und auf Veränderungen drängen, die der Wirtschaft neuen Schwung verleihen könnten.

Quelle