23 April 2026, 14:55

Salzgitter AG startet revolutionäre Wasserstoff-Stahlproduktion mit μDRAL-Anlage

Salzgitter bricht den Bau von Stahlproduktion mit Wasserstoff und Erdgas an

Salzgitter AG startet revolutionäre Wasserstoff-Stahlproduktion mit μDRAL-Anlage

Salzgitter AG beginnt Bau einer Demonstrationsanlage für klimafreundlichere Stahlproduktion

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Die Salzgitter AG hat mit dem Bau einer neuen Demonstrationsanlage für die Herstellung von Direktreduktionseisen (DRI) unter Einsatz von Erdgas und Wasserstoff begonnen. Die unter dem Namen μDRAL geführte Anlage markiert einen wichtigen Schritt des Unternehmens hin zu einer grüneren Stahlproduktion. Bei der feierlichen Grundsteinlegung versammelten sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft, um das 13,6-Millionen-Euro-Projekt offiziell zu starten.

Die μDRAL-Anlage ist weltweit die erste ihrer Art, die flexibel mit sowohl Erdgas als auch Wasserstoff betrieben werden kann. Ihre Produktionskapazität wird bei bis zu 2.500 Kilogramm pro Tag liegen, wobei sich die Brennstoffmischung stufenlos von 0 bis 100 Prozent Wasserstoff anpassen lässt. Das erzeugte Direktreduktionseisen soll zunächst das Hoch- und den Lichtbogenofen im Salzgitter-Werk in Peine beliefern.

Das Vorhaben ist Teil der übergeordneten SALCOS-Initiative, mit der das Unternehmen bis 2050 auf eine wasserstoffbasierte Stahlproduktion umstellen will. Dadurch könnten die CO₂-Emissionen in der Stahlherstellung um bis zu 95 Prozent gesenkt werden. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt mit 40 Prozent der Gesamtinvestition in Höhe von 13,6 Millionen Euro.

An der Grundsteinlegung nahmen unter anderem Professor Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sowie der Salzgitterer Oberbürgermeister Frank Klingebiel teil. Der Technologiepartner Tenova zeichnet für Lieferung und Bau der Anlage verantwortlich; die Inbetriebnahme ist für die erste Jahreshälfte 2022 geplant.

Sobald die Anlage läuft, wird μDRAL demonstrieren, wie Wasserstoff Erdgas in der Stahlproduktion ersetzen kann. Dank ihres flexiblen Designs ermöglicht sie die Erprobung verschiedener Brennstoffverhältnisse bei gleichbleibender Ausbringungsmenge. Mit diesem Projekt rückt die Salzgitter AG ihrem Ziel einer klimaneutralen Stahlherstellung bis zur Mitte des Jahrhunderts einen entscheidenden Schritt näher.

Quelle