Salzgitter blockiert Tiny Houses: Warum der Stadtrat den bezahlbaren Wohnraum ablehnt
Herbert RennerSalzgitter blockiert Tiny Houses: Warum der Stadtrat den bezahlbaren Wohnraum ablehnt
Ein Antrag, sogenannte Tiny Houses in Salzgitter zuzulassen, ist vom Stadtrat deutlich abgelehnt worden. Der von der DiBo-Gruppe eingebrachte Vorschlag zielte darauf ab, es älteren Bürgerinnen und Bürgern zu erleichtern, in kompakte und bezahlbare Wohnformen umzuziehen. Bei der Abstimmung am Mittwoch unterstützten jedoch nur zwei Ratsmitglieder die Idee.
Die DiBo-Gruppe, angeführt von den ehemaligen AfD-Politikern Thomas Disselhof und Jörg Bogun, argumentierte, dass Tiny Houses mehrere Wohnungsprobleme lösen könnten. Die kleinen Häuser seien besonders praktisch für ältere Menschen, die weniger Platz benötigten, und könnten von vornherein barrierefrei gestaltet werden.
Zudem behauptete die Gruppe, dass durch den Umzug älterer Bewohner in Tiny Houses größere Immobilien für junge Familien frei würden. Durch den Verkauf überdimensionierter Wohnungen könnten Senioren ihre Kosten senken und so die finanzielle Belastung der städtischen Pflegeeinrichtungen verringern.
In ihrem Antrag forderte die DiBo-Gruppe, Tiny Houses in die Bebauungspläne Salzgitters aufzunehmen. Klare Regelungen sollten festlegen, wo und wie diese Häuser errichtet und installiert werden dürfen. Trotz der vorgebrachten Argumente lehnte der Rat den Vorschlag jedoch mit großer Mehrheit ab.
Mit der Ablehnung bleibt Tiny Houses vorerst kein offizieller Platz in der Wohnungsbaustrategie Salzgitters. Der Vorstoß der DiBo-Gruppe für vereinfachte Baugenehmigungen ist damit vorerst gescheitert. Nach der Abstimmung wurden keine weiteren Schritte zu dem Thema bekannt gegeben.






