08 June 2026, 20:24

Salzgitter kämpft um die Rettung des On-Demand-Nahverkehrs Flexo nach 2026

Flexo am Abgrund? Bürgermeister Klingebiel kämpft dafür

Salzgitter kämpft um die Rettung des On-Demand-Nahverkehrs Flexo nach 2026

Der On-Demand-Nahverkehrsdienst Flexo in Salzgitter könnte auch über 2026 hinaus weiterbetrieben werden – vorausgesetzt, der Vorschlag von Oberbürgermeister Frank Klingebiel setzt sich durch. Der Bürgermeister fordert, den Service in den Stadtteilen Salzgitter-Bad und Salzgitter-Thiede zu erhalten, obwohl der Regionalverband plant, die Förderung einzustellen. Über die Angelegenheit soll der Stadtrat am 30. September abstimmen.

Der Flexo-Dienst war im Januar 2022 unter der Trägerschaft des Regionalverbands Großraum Braunschweig gestartet worden. Ursprünglich teilten sich Verband und Stadt die Kosten im Verhältnis 75 zu 25, später wurde die Aufteilung auf eine hälftige Finanzierung (50:50) angepasst.

Klingebiel kritisierte scharf den Beschluss des Regionalverbands, sich zum 1. Januar 2027 aus der Förderung zurückzuziehen. Er bezeichnete diesen Schritt als „inakzeptabel“ und forderte die Behörde auf, ihre 50-prozentige Kostenbeteiligung beizubehalten. Die Stadt hat ihren Anteil von 50 Prozent an den künftigen Kosten bereits in den Haushaltsentwurf für 2027/2028 eingerechnet.

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Der Oberbürgermeister lobte Flexo als wertvolle Ergänzung zum bestehenden Nahverkehrsnetz, das von der KVG Braunschweig und DB Regio betrieben wird. Ohne eine langfristige Finanzierungssicherung bleibt die Zukunft des Dienstes jedoch ungewiss.

Der Stadtrat wird auf seiner Sitzung am 30. September über den Vorschlag entscheiden. Falls dieser angenommen wird, will Klingebiel sich dafür einsetzen, dass der Regionalverband die weitere finanzielle Unterstützung zusagt. Das Ergebnis der Abstimmung wird darüber entscheiden, ob Flexo in Salzgitter auch nach 2026 fortgeführt wird.

Quelle