Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher im Mobilfunk bis 2030 schließen
Catrin KabusSatelliten sollen Deutschlands Funklöcher im Mobilfunk bis 2030 schließen
Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satelliten, um Lücken in der Mobilfunkabdeckung zu schließen. Neue Partnerschaften sollen zuverlässige Signale in abgelegene Gebiete und in Notfallsituationen bringen. Erste Tests und Ausbaumaßnahmen laufen bereits, während großflächige Einführungen bis zum Ende des Jahrzehnts geplant sind.
O2 Telefónica arbeitet mit OQ Technology zusammen, um satellitengestützte Mobilfunkdienste zu erproben. Der erste Teststandort liegt in der Nähe von Waren an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern. Bei Live-Demonstrationen sollen auch Drohnenübertragungen gezeigt werden, um zu veranschaulichen, wie Satelliten bodengestützte Mobilfunknetze unterstützen können.
OQ Technology betreibt derzeit fünf Satelliten, drei weitere sollen noch in diesem Jahr starten. Bis Ende 2027 plant das Unternehmen, 48 Satelliten im Orbit zu haben, die alle von Europa aus gesteuert werden. Eine größere Konstellation von 150 Satelliten wird für 2028 oder 2029 erwartet – sie soll schnellere und zuverlässigere Datendienste ermöglichen.
Unterdessen hat Vodafone ein Joint Venture mit AST SpaceMobile gegründet, um satellitenbasierte Konnektivität anzubieten. Wann der Dienst in Deutschland startet, steht jedoch noch nicht fest. Auch die Deutsche Telekom bereitet eine Zusammenarbeit mit Starlink vor, wobei erste Verbesserungen der Mobilfunkabdeckung ab 2028 geplant sind.
Die Satellitentechnologie soll dort eingesetzt werden, wo herkömmliche Netze an ihre Grenzen stoßen. Die neuen Systeme ermöglichen Grundkommunikation in ländlichen Regionen und in Krisensituationen. Die Telekommunikationsanbieter investieren massiv, um Funklöcher im ganzen Land zu reduzieren.






