Schärfere Verkehrsregeln zu Ostern 2025: Handy und Alkohol im Visier
Alex TintzmannVerkehrsgerichtstag möchte Strafen für Fahrradfahren unter Alkoholeinfluss und Handybenutzung am Steuer verschärfen - Schärfere Verkehrsregeln zu Ostern 2025: Handy und Alkohol im Visier
Der Verkehrsgerichtstag schlägt schärfere Regeln für Verkehrsteilnehmer vor dem Ostern 2025. Im Fokus stehen die Nutzung von Handys am Steuer sowie Alkoholkonsum beim Radfahren. Die geplanten Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit bundesweit erhöhen.
Die Empfehlungen, die 2024 von der Deutschen Verkehrswacht (DVW) unterstützt werden, sehen höhere Strafen und einheitliche Regelungen für alle Bundesländer vor.
Laut den Vorschlägen sollen Autofahrer, die beim Fahren ihr Handy benutzen, ein Bußgeld von 250 Euro sowie zwei Punkte in Flensburg erhalten. Bisher setzt nur Rheinland-Pfalz solche Sanktionen durch, doch nun wird eine bundesweite Regelung für Ostern 2025 angestrebt. Behörden schlagen zudem vor, auf Autobahnbrücken sogenannte "Handyblitzer" zu installieren, um Verstöße leichter nachweisen zu können.
Auch Radfahrer müssen mit härteren Konsequenzen rechnen: Wer während der Fahrt das Handy nutzt, soll einen Punkt in Flensburg erhalten. Zudem könnte der zulässige Alkoholgrenzwert für Radfahrer von 1,6 auf 1,1 Promille gesenkt werden – und damit näher an die Regeln für Autofahrer angeglichen werden. Ersttäter, unabhängig vom Fahrzeug, müssten dann 250 Euro Strafe zahlen und erhielten einen Punkt in Flensburg.
Der Verkehrgerichtstag bekräftigte zugleich die Unterstützung für das aktuelle Führerscheinprüfungsverfahren. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßte die geplanten Verschärfungen und argumentierte, der bisherige Alkoholgrenzwert für Radfahrer sei "gefährlich hoch". Zudem wurden strengere Alkoholregeln für E-Bike-Fahrer als mögliche künftige Maßnahme diskutiert.
Falls die neuen Regeln umgesetzt werden, würden sie Bußgelder für Handyverstöße vereinheitlichen und die Alkoholgrenzen für Radfahrer senken. Die Vorschläge folgen Forderungen von Verkehrssicherheitsorganisationen, die Zahl der Unfälle durch Ablenkung und Alkoholeinfluss zu reduzieren. Nun liegt es an der Politik, die Änderungen bundesweit in Kraft zu setzen.