12 December 2025, 21:01

Schillhaus in Braunschweig feiert Wiedereröffnung nach aufwendiger Sanierung

Ein Denkmal steht in der Mitte des Bildes, mit Häusern und einem Baum in der unteren linken Ecke.

Schillhaus in Braunschweig feiert Wiedereröffnung nach aufwendiger Sanierung

Schillhaus nach Sanierung wiedereröffnet

Nach fünfmonatiger Sanierung hat Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum das Schillhaus in Braunschweig feierlich wiedereröffnet. Mit einer Investition von rund 320.000 Euro hat die Stadt das historische Gebäude behutsam restauriert.

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Das Schillhaus in Braunschweig ist als Ort der Erinnerung und des Lernens wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Einst Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme, dient das Gebäude heute dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Sanierungsarbeiten dauerten fünf Monate; die offizielle Wiedereröffnung fand am 28. November 2025 statt.

Zwischen 1944 und 1945 war das Schillhaus ein Zwangsarbeitslager unter der Verwaltung des KZ Neuengamme. Rund 800 Menschen litten hier in dieser Zeit. Jahrzehnte später wurde das Gebäude zu einer Gedenkstätte umgestaltet.

Die Stadt Braunschweig finanzierte die Sanierung in Höhe von 320.000 Euro. Dabei wurden gefährliche Dachmaterialien entfernt, die Bausubstanz verstärkt und die Fassade originalgetreu wiederhergestellt. Im Inneren installierten Handwerker eine neue Heizungsanlage und erneuerten die Innenräume durch einen frischen Anstrich.

Heute verantwortet der Arbeitskreis Andere Geschichte e.V. die pädagogische Arbeit der Gedenkstätte. Unterstützt wird der Betrieb vom Internationalen Bund. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass das Schillhaus ein Ort der Reflexion, des Lernens und des Gedenkens bleibt.

Das Schillhaus steht nun als bewahrte Gedenkstätte für diejenigen, die unter dem Nationalsozialismus Zwangsarbeit leisten mussten. Die restaurierten Räumlichkeiten bieten Platz für Bildungsprogramme und Ausstellungen. Das Projekt sichert die Zukunft des Gebäudes als Ort des historischen Bewusstseins.