Schockierende Bilanz: 62 Prozent der Lkw auf der A7 bei Göttingen mit Verstößen unterwegs
Gerdi BaumSchockierende Bilanz: 62 Prozent der Lkw auf der A7 bei Göttingen mit Verstößen unterwegs
Großangelegte Verkehrskontrolle auf der A7 bei Göttingen im Rahmen der ROADPOL-Sicherheitstage
Im Zuge der europaweiten ROADPOL-Sicherheitstage hat die Polizei auf der Autobahn A7 bei Göttingen eine großangelegte Verkehrskontrolle durchgeführt. Innerhalb von sieben Stunden wurden 37 Nutzfahrzeuge überprüft – mit erschreckend hoher Verstoßquote. Ziel der Aktion war die Einhaltung der Verkehrs- und Transportvorschriften, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.
Die Kontrollen fanden auf dem gesperrten Rastplatz Wetterschacht in Richtung Kassel statt. 25 speziell geschulte Beamte führten die Maßnahme unter der Leitung von Polizeioberrat Andreas Teune, der als Einsatzleiter fungierte, durch. Unterstützt wurde er von Polizeidirektor Stefan Klages, dem damaligen stellvertretenden Polizeichef in Göttingen, der die Kontrollmaßnahmen koordinierte.
Im Fokus standen Berufskraftfahrer, Disponenten, Verlader und Transportunternehmen. Von den 37 kontrollierten Fahrzeugen – überwiegend Wechselbrückenzüge – begingen 62 Prozent Verstöße. Dazu zählten illegale Beschäftigung, Fahren ohne Führerschein sowie Verstöße gegen die Pflichtversicherung. Verwarnungen gab es unter anderem für Überschreitungen der Lenk- und Ruhezeiten, überladene Fahrzeuge, mangelhafte Nachtkennzeichnung und technische Mängel.
In elf Fällen waren die Mängel so gravierend, dass die Weiterfahrt erst nach Behebung der Defekte erlaubt wurde. Die Aktion war Teil der jährlichen ROADPOL-Sicherheitstage, die am 16. September 2025 begannen. Die Initiative steht im Einklang mit dem EU-Ziel „Vision Zero“, das durch konsequentere Kontrollen die Zahl der Verkehrstoten senken will.
Die Ergebnisse zeigen eine breite Missachtung der Vorschriften im gewerblichen Verkehr auf der A7. Elf Fahrzeuge mussten wegen schwerwiegender Mängel vorläufig stillgelegt werden. Die Kontrollen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen der Behörden, Transportregeln durchzusetzen und die Risiken auf Europas Straßen zu verringern.