Schwarz-Gruppe baut Mega-Rechenzentrum für 11 Milliarden Euro in Brandenburg
Gerdi BaumSchwarz-Gruppe baut Mega-Rechenzentrum für 11 Milliarden Euro in Brandenburg
Schwarz Digits, Teil der Schwarz-Gruppe, investiert 11 Milliarden Euro in ein hochmodernes Rechenzentrum in Lübbenau, Brandenburg. Die Anlage soll 100.000 Grafikprozessoren (GPUs) beherbergen und Europas digitale Landschaft neu prägen. Die Verantwortlichen Rolf Schumann und Christian Müller treiben das Projekt voran, um die Abhängigkeit von ausländischen Tech-Konzernen zu verringern.
Aus dem Einzelhandelsriesen soll ein Anbieter digitaler Infrastruktur werden. Schwarz Digits baut ein eigenes Cloud-Netzwerk und Rechenzentren in ganz Europa auf. Ziel ist es, die Abhängigkeit des Kontinents von US-amerikanischer und chinesischer Technologie zu reduzieren.
Das neue Rechenzentrum in Lübbenau wird zunächst die internen Datenbedürfnisse der Schwarz-Gruppe abdecken. Überschüssige Kapazitäten sollen an externe Kunden vermarktet werden, darunter die Deutsche Bahn, der FC Bayern München und die Berliner Charité. Für diese Organisationen stehen Datenschutz und Kontrolle über ihre Informationen an erster Stelle.
Schumann unterstützt den EU AI Act und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Beide Rahmenwerke förderten seiner Meinung nach Vertrauen und verantwortungsvolle Innovation. Künstliche Intelligenz sieht er als Produktivitätsmotor, der Europa im globalen Wettbewerb stärken könnte. Das Unternehmen setzt auf Open-Source-Technologien und eine eigene Cloud-Lösung, um die digitale Souveränität zu sichern.
Die Investition von 11 Milliarden Euro ist ein bedeutender Schritt in Europas Streben nach digitaler Souveränität. Die Anlage in Lübbenau wird enorme Datenmengen verarbeiten und gleichzeitig sichere Dienstleistungen für externe Partner anbieten. Gelingt das Projekt, könnte es das Gleichgewicht zwischen technologischem Ehrgeiz und ausländischer Abhängigkeit in Europa verschieben.






