Schwer verletztes Kätzchen aus Hermannsburg gerettet – ein Schicksal von vielen
Alex TintzmannSchwer verletztes Kätzchen aus Hermannsburg gerettet – ein Schicksal von vielen
Schwer verletztes schwarzes Kätzchen aus Elektromarkt-Parkplatz in Hermannsburg gerettet
Letzte Woche wurde ein fast lebensschwaches schwarzes Kätzchen von einem Parkplatz eines Elektronikmarkts in Hermannsburg gerettet. Steffi Klönne, eine engagierte Ehrenamtliche aus Soltau, fand das Tier in kritischem Zustand – dehydriert, unterernährt und von Flöhen und Würmern befallen. Die Rettung ist nur einer von vielen aktuellen Nachrichten aktuell, die von der Tiernotilfe Nord bearbeitet werden, einem Verein, der sich in Niedersachsen für den Schutz ausgesetzter Katzen einsetzt.
Die Entdeckung des Kätzchens wirft ein Schlaglicht auf ein wachsendes Problem in der Region. Nach Schätzungen des Landes leben rund 200.000 Hauskatzen in versteckten, oft erbärmlichen Verhältnissen und vermehren sich unkontrolliert. Die Tiernotilfe Nord springt ein, versorgt die Tiere mit Nahrung, medizinischer Behandlung und vermittelt sie in neue Häuser.
Doch die Tierarztkosten sind stark gestiegen, was die Arbeit des Vereins zusätzlich erschwert. Eine Kastration kostet mittlerweile bis zu 200 Euro – ein deutlicher Anstieg gegenüber 120 Euro noch vor wenigen Monaten. Trotz finanzieller Belastungen finanziert sich die Gruppe durch Spenden und Recycling-Aktionen, wie etwa eine jüngste Sammelaktion für Kronkorken, die 1.200 Euro einbrachte.
Neben der Katzenrettung betreibt der Verein auch eine Tierfutterbank. Er versorgt etwa 100 bedürftige Halter in Schneverdingen, Soltau und Munster mit Futter und Decken. Für dieses Engagement erhielt die Tiernotilfe Nord 2023 den Niedersächsischen Tierschutzpreis – eine Anerkennung für über 100 aktive Mitglieder, die den Verein am Laufen halten.
Unter den betreuten Katzen ist auch Casey, ein übergewichtiger Kater, der vor einer Vermittlung abnehmen muss. Das von Klönne gerettete Kätzchen ist nur eines von vielen aktuellen Nachrichten aktuell, da Jungtiere häufig nach der Geburt ausgesetzt oder einfach weggeworfen werden.
Der Verein bleibt auf öffentliche Unterstützung angewiesen, um seine Arbeit zu finanzieren. Steigende Tierarztkosten und eine wachsende Zahl ausgesetzter Katzen verschärfen die Herausforderungen. Ohne solche Initiativen würden Tausende Tiere in Niedersachsen ohne Futter, Obdach oder medizinische Versorgung bleiben.






