19 March 2026, 16:39

Serengeti-Park verklagt Logistikfirma wegen gescheitertem Airbus-Transport auf Millionen

Eine Monarch Airlines Airbus A320-200 auf einer Rollbahn, umgeben von Gras und einem Zaun mit Pfählen und Brettern, mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Serengeti-Park verklagt Logistikfirma wegen gescheitertem Airbus-Transport auf Millionen

Serengeti-Park in Hodenhagen verklagt Logistikfirma auf 2,4 Millionen Euro wegen gescheiterten Airbus-Transports

Der Serengeti-Park in Hodenhagen zieht eine Logistikfirma wegen eines fehlgeschlagenen Airbus-Transportprojekts vor Gericht und fordert 2,4 Millionen Euro Schadensersatz. Der Park wirft dem Unternehmen vor, eine mangelhafte Machbarkeitsstudie erstellt zu haben, die zu jahrelangen Verzögerungen und unerwarteten Kosten führte. Im Mittelpunkt des Streits stehen fehlende Angaben zu geschützten Landschaftsgebieten, für die Sondergenehmigungen erforderlich waren.

Der Airbus A310 mit dem Namen "Kurt Schumacher" traf erst Ende Oktober – nach vier Jahren Rückschlägen – im Park ein. Parksbesitzer Fabrizio Sepe erklärte, er hätte das Flugzeug nie erworben, wenn ihm das volle Ausmaß der rechtlichen und technischen Hürden bekannt gewesen wäre.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

In der Klage heißt es, die Studie der Logistikfirma habe drei geschützte Zonen entlang der Transportroute nicht aufgeführt, für die zusätzliche Genehmigungen nötig waren. Diese Versäumnisse führten zu langen Verzögerungen und zwangen den Park, zusätzliche Kosten zu tragen. Das Logistikunternehmen wies die Vorwürfe zurück und betonte, sein Bericht habe sich lediglich auf die technische Machbarkeit bezogen, nicht auf rechtliche Anforderungen.

Nach dem Umbau soll das Flugzeug als Restaurant mit 200 Plätzen dienen, davon etwa 150 direkt im Inneren der Maschine. Deutsche Medien, darunter der "Stern", verfolgten den Fall aufmerksam und wiesen auf die allgemeinen Herausforderungen großer Transportprojekte in regulierten Landschaften hin.

Nun muss das Gericht entscheiden, ob die Logistikfirma 2,4 Millionen Euro Schadensersatz zahlen muss. Ein Erfolg der Klage könnte Präzedenzfall für die Haftung bei Machbarkeitsstudien im Transportwesen schaffen. Derweil treibt der Serengeti-Park seine Pläne voran, den Airbus in eine einzigartige Gastronomieattraktion zu verwandeln.

Quelle