03 March 2026, 04:37

Solarpark-Entwickler Fellensiek meldet Insolvenz an – doch Tochterfirmen laufen weiter

Eine Luftaufnahme eines großen Fabrikgebäudes mit Solarpaneelen auf dem Dach, umgeben von Fahrzeugen, Bäumen und anderen Gegenständen, mit Hügeln und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Solarpark-Entwickler Fellensiek meldet Insolvenz an – doch Tochterfirmen laufen weiter

Fellensiek Projektmanagement GmbH & Co. KG, ein Entwickler großflächiger Solarparks, hat Insolvenz angemeldet

Das auf die Planung großer Solaranlagen spezialisierte Unternehmen Fellensiek Projektmanagement GmbH & Co. KG hat aufgrund finanzieller Schwierigkeiten Insolvenz beantragt. Das Amtsgericht Wilhelmshaven leitete am 3. September 2024 vorläufige Insolvenzverfahren ein, nachdem das Unternehmen in Liquiditätsengpässe geraten war – ausgelöst durch Forderungen von Investoren in Millionenhöhe. Dennoch sollen die Geschäftsaktivitäten unter einem vorläufigen Insolvenzverwalter fortgeführt werden.

Das 2012 in Jever gegründete Unternehmen hatte sich ursprünglich auf Windenergieprojekte konzentriert, verlagerte seinen Schwerpunkt im Laufe der Zeit jedoch auf die Entwicklung und den Betrieb großer Solarstromanlagen in ganz Deutschland. Zudem vermietet Fellensiek Dachflächen, übernimmt die Finanzierung, steuert den Bau und speist den erzeugten Strom direkt ins Netz ein.

Von der Insolvenz betroffen ist zunächst nur die Holdinggesellschaft, während die rund 20 Projekt-Tochtergesellschaften weiter operieren können. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Christian Kaufmann von der Kanzlei Pluta Rechtsanwalts GmbH bestellt. Die 20 Mitarbeiter des Unternehmens bleiben vorerst beschäftigt, ihre Gehälter sind für die nächsten drei Monate gesichert.

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Aktuelle öffentlich zugängliche Daten zum genauen Umfang der derzeit in Entwicklung oder Betrieb befindlichen Solarprojekte des Unternehmens lagen Stand Februar 2026 nicht vor.

Die weiteren Insolvenzverfahren werden über die Zukunft von Fellensiek Projektmanagement entscheiden. Da die Tochtergesellschaften weiterhin aktiv sind und die Löhne vorerst gesichert sind, rückt nun die Klärung des finanziellen Streits mit den Investoren in den Fokus. Das Ergebnis wird maßgeblich darüber entscheiden, ob das Unternehmen seine Rolle im deutschen Erneuerbare-Energien-Sektor fortsetzen kann.