Solingen lehnt bessere Schulhofbeleuchtung ab – Bürgerbündnis empört über "katastrophales Signal"
Catrin KabusSolingen lehnt bessere Schulhofbeleuchtung ab – Bürgerbündnis empört über "katastrophales Signal"
Ein Antrag zur Verbesserung der Beleuchtung auf Schulhöfen in Solingen wurde vom Stadtrat abgelehnt. Das Bürgerbündnis für Solingen (BfS) hatte sich für eine bessere Ausleuchtung eingesetzt, um die Flächen – insbesondere für junge Menschen – sicherer zu gestalten. Doch alle anderen Fraktionen stimmten gegen den Vorschlag, was beim BfS auf scharfe Kritik stieß.
Das BfS schlug ein nachhaltiges Beleuchtungskonzept für Schulhöfe vor, das energieeffiziente LEDs, Bewegungsmelder und optional Solarpaneele umfasste. Ziel war es, dunkle, unsichere Bereiche zu verringern, ohne den Energieverbrauch und die Kosten in die Höhe zu treiben.
Die Initiative argumentierte, dass mangelhafte Beleuchtung Schulhöfe in der Dämmerung zu "No-Go-Areas" mache und Kinder sowie Jugendliche verletzlich zurücklasse. Der Bildungssprecher des BfS, Paul Bender, verwies auf Rückmeldungen junger Menschen, die schlecht beleuchtete Ecken als bedrohlich beschrieben hätten. Er warf der Ratsmehrheit vor, Sicherheitsbedenken zu ignorieren und die Betroffenen "im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln" zu lassen.
Bender nannte die Ablehnung zudem "heuchlerisch" und verwies auf das öffentliche Bekenntnis anderer Fraktionen zu Klimaschutz und Sicherheit. Die Entscheidung sende ein "katastrophales Signal" an Familien und junge Bürger, so der Vorwurf. Das BfS kündigte an, das Thema erneut in den Rat einzubringen und weiter für "bürgerfreundliche und sinnvolle Lösungen" zu kämpfen.
Sämtliche anderen Fraktionen – CDU, SPD, Grüne, Die Linke, FDP, SG Zukunft und AfD – lehnten den Antrag einstimmig ab. Dennoch betont das BfS, dass es sich bei dem Plan um eine kombinierte Sicherheits- und Umweltschutzmaßnahme gehandelt habe, die Energieverschwendung reduzieren und gleichzeitig die Sicherheit bei Dunkelheit erhöhen sollte.
Das Bürgerbündnis wird weiter Druck ausüben und darauf bestehen, dass eine bessere Beleuchtung essenziell für Sicherheit und die Nutzung durch die Gemeinschaft sei. Durch die Ablehnung bleiben die Schulhöfe vorerst schlecht beleuchtet – die Sorgen um die Sicherheit damit ungelöst. Die Gruppe plant, das Thema in künftigen Debatten wieder aufzugreifen.






