Soltau verwandelt seine Innenstadt mit Millionenförderung für Flüsse und Grünflächen
Catrin KabusSoltau verwandelt seine Innenstadt mit Millionenförderung für Flüsse und Grünflächen
Soltau steht vor einer grundlegenden Umgestaltung seiner Innenstadt – unterstützt durch zwei große Förderprogramme. Die Initiative "Resiliente Städte" stellt 3,95 Millionen Euro bereit, während aus dem Programm "Lebendige Zentren" bis zu sieben Millionen Euro fließen könnten. Mit den Mitteln sollen bis 2027 Projekte finanziert werden, die das Stadtzentrum attraktiver und klimaresistenter machen.
Im Mittelpunkt der Pläne stehen die Flüsse Böhme und Soltau, die durch oder in der Nähe des Zentrums verlaufen. Ein kürzlich beschlossenes Gewässerkonzept soll Hitzestress, Hochwasserrisiken und Niedrigwasser bekämpfen. Der Landschaftsarchitekt Nicolai Soyka betonte das Potenzial der Flüsse für die Schaffung von Grünflächen, klimaresilienten Strukturen und Erholungsräumen, die in Hitzeperioden zur Abkühlung der Stadt beitragen könnten.
Die Umsetzung des Konzepts erfolgt in zwei Schritten: Zunächst wird der aktuelle Zustand der Flüsse analysiert, anschließend ein detaillierter Plan erarbeitet. Die Kosten für das Projekt werden auf etwa 75.000 Euro geschätzt, wobei 45.000 Euro aus dem Fördertopf "Resiliente Innenstädte" beantragt werden. Eine öffentliche Präsentation der Entwürfe für den Böhme-Familienpark ist für den 29. April 2025 vorgesehen.
Der Stadtrat hat die Initiative bereits unterstützt, die sich in den größeren Rahmen einordnet, der unter dem Motto "Innenstadt erleben – zwischen Böhme und Soltau" diskutiert wird. Die Fördergelder stehen bis zum Ende des aktuellen EU-Haushaltszeitraums 2027 zur Verfügung und geben Soltau damit Zeit, seine Vision einer grüneren und lebendigeren Innenstadt umzusetzen.
Die kombinierten Mittel von bis zu 10,95 Millionen Euro fließen in ökologische und städtebauliche Verbesserungen. Die Flüsse Böhme und Soltau werden zum Kern der Neugestaltung und bieten Lösungen für Klimaanpassung und die Aufwertung öffentlicher Räume. Die ersten konkreten Schritte – darunter das Gewässerkonzept und die Umgestaltung des Parks – sind bereits in Gang.






