17 April 2026, 18:36

SPD-Chef Saleh blockiert Berlins Nahverkehrsplan – Streit um U7-Verlängerung in Spandau

Schwarz-weiß-Karte einer Stadt mit einer roten Linie, die die Wechselburg- und Chemnitz-Bahnroute anzeigt.

SPD-Chef Saleh blockiert Berlins Nahverkehrsplan – Streit um U7-Verlängerung in Spandau

SPD-Fraktionschef Raed Saleh lehnt Berlins neuen Nahverkehrsplan ab

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, hat sich gegen die jüngsten Pläne für den öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt ausgesprochen. Im Mittelpunkt seiner Kritik steht die Entscheidung, den Weiterbau der U-Bahn-Linie U7 in Spandau zu stoppen. Saleh wirft dem Vorhaben vor, die Anwohner des Bezirks ungleich zu belasten, und hat Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bereits seinen Widerstand signalisiert.

Streitpunkt ist vor allem die Ablehnung einer Verlängerung der U7 über die Station Spandau Rathaus hinaus. Eine Kosten-Nutzen-Analyse kam zu dem Schluss, dass das Projekt unwirtschaftlich sei, woraufhin Verkehrssenatorin Ute Bonde (Grüne) eine weitere Ausdehnung ausschloss. Als Gründe nannte sie finanzielle Engpässe sowie strukturelle Herausforderungen beim U-Bahn-Bau.

Saleh argumentiert, dass die Streichung der Verlängerung besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Spandau hart treffen würde. Er machte deutlich, dass der Senat den Verkehrsplan in seiner aktuellen Form nicht billigen werde. Trotz dieser Vorbehalte zeigt sich Wegner offen für eine erneute Prüfung der U7-Verlängerung und betont, dass bessere Anbindungen an die äußeren Bezirke Berlins Priorität hätten.

Bonde fordert unterdessen weitere Untersuchungen zur Systemwahl und Streckenplanung, bevor endgültige Entscheidungen fallen. Sie besteht darauf, dass zusätzliche Analysen nötig seien, um die Machbarkeit des Projekts zu klären. Saleh hingegen bleibt bei seiner Ablehnung und warnt, der aktuelle Entwurf werde den Bedürfnissen der Spandauer Bevölkerung nicht gerecht.

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Während Wegner sich flexibler gibt als die Verkehrsverwaltung, bleibt die Zukunft der U7-Verlängerung damit ungewiss. Im Kern geht es in der Debatte um den Ausgleich zwischen Haushaltszwängen und dem Bedarf nach besserer Infrastruktur in den Randbezirken der Stadt.

Der Streit um die U7 zeigt die Spannungen zwischen Kosteneffizienz und Nahverkehrsbedarf in Berlin auf. Salehs Widerstand deutet darauf hin, dass der Senat den Plan ohne Änderungen kaum verabschieden wird. Weitere Gutachten und Verhandlungen werden entscheiden, ob das Projekt vorankommt – oder auf unbestimmte Zeit verschoben bleibt.

Quelle