SPD will Parkdruck in Mainz-Neustadt mit Nachtparkprogramm entlasten
Die SPD-Fraktion in Mainz-Neustadt drängt darauf, das städtische Programm Parken@Nacht auf den Stadtteil auszuweiten. Der Vorschlag zielt auf drei kaum genutzte Parkhäuser ab – die Quartiersgarage, Rheinallee III und das Weinlager –, um die Parksituation auf den Straßen zu entlasten. Erste Unterstützung für das Vorhaben kommt von Seiten der Stadtverwaltung und Wohnungsanbieter.
Ziel der Initiative ist es, den Parkdruck in Wohngebieten zu verringern, indem Autofahrer dazu motiviert werden, nachts die Parkhäuser zu nutzen. Zwischen 19 und 6 Uhr stehen die drei ausgewählten Parkhäuser oft fast leer und eignen sich daher ideal für den ermäßigten Nachttarif. Die SPD argumentiert, dass die Verlegung der Fahrzeuge in diese Anlagen das Suchen nach Straßenparkplätzen reduzieren und Anwohnern mehr Platz auf der Straße lassen würde.
Die Stadtverwaltung steht hinter dem Plan und verhandelt derzeit mit den Parkhausbetreibern über deren Einbindung in das Programm. Die Verkehrsdezernentin der Grünen, Janina Steinkrüger, bezeichnete das Konzept als "praktische Lösung", da es bestehende Kapazitäten optimal nutze und gleichzeitig das Parkchaos auf den Straßen verringere.
Der große Wohnungsanbieter Wohnbau Mainz informiert seine Mieter in der Altstadt bereits über Parken@Nacht. Sollten die Neustadt-Parkhäuser hinzukommen, plant das Unternehmen, auch seine dortigen Mieter zu unterrichten. Konkrete Zusagen zu Sonderkonditionen für Wohnbau-Mieter können jedoch erst gemacht werden, sobald die Parkhäuser den Nachttarif offiziell eingeführt haben.
Die Ausweitung von Parken@Nacht auf Neustadt hängt nun von den finalen Vereinbarungen mit den Betreibern ab. Bei einer Genehmigung würde das Programm Autofahrern günstigere Nachtparkplätze bieten und gleichzeitig die Parksituation in Wohnstraßen entspannen. Wohnbau Mainz steht bereit, das Angebot an seine Mieter zu bewerben, sobald die Details feststehen.






