Spritpreise explodieren: Pendler fordern schnelle Entlastung durch Politik
Gerdi BaumGewerkschaftsfraktion fordert höhere Kilometergeldzuschläge aufgrund höherer Kraftstoffpreise - Spritpreise explodieren: Pendler fordern schnelle Entlastung durch Politik
Spritpreise in Deutschland steigen stark an – Fahrende spüren die Belastung
In den vergangenen drei Monaten sind die Spritpreise in Deutschland deutlich gestiegen und belasten Autofahrer spürbar. Der Anstieg folgt auf steigende Ölpreise, die mit den anhaltenden Spannungen im Nahen Osten zusammenhängen. Nun fordern politische und Arbeitnehmervertreter Maßnahmen, um die finanzielle Belastung für Pendler zu verringern, die auf ihr Auto angewiesen sind.
Zwischen Januar und März 2026 stiegen die Preise für Benzin und Diesel spürbar. Super E10 kostete laut ADAC im Januar noch 1,739 Euro pro Liter, im Februar dann 1,760 Euro. Auch die Plattform Clever Tanken verzeichnete einen ähnlichen Anstieg – von 1,7310 auf 1,7523 Euro im selben Zeitraum. Die Dieselpreise zogen ebenfalls an: von 1,692 auf 1,722 Euro (ADAC) beziehungsweise von 1,6878 auf 1,7177 Euro (Clever Tanken). Die Preissprünge machen das Pendeln teurer, besonders für Langstreckenfahrer.
Als Reaktion schlagen die Arbeitnehmerflügel von CDU und CSU vor, das steuerfreie Kilometergeld zu erhöhen. Der Satz für dienstliche Fahrten mit dem Privatwagen soll demnach von 30 Cent auf 38 Cent pro Kilometer steigen. Zwei Wege zur Umsetzung werden diskutiert: Entweder eine Änderung des Bundesreisekostengesetzes oder eine Angleichung an die bereits höhere Pendlerpauschale, die im Gesetz verankert ist.
Ein weiterer Vorschlag sieht ein steuerfreies Mobilitätsgeld für Beschäftigte mit hohen Fahrtkosten vor. Arbeitgeber sollen dies mit minimalem bürokratischem Aufwand auszahlen. Unterdessen steht im Bundestag die Debatte über einen Gesetzentwurf an, der die Spritpreise deckeln soll. Geplant sind unter anderem eine Beschränkung der Preiserhöhungen auf einmal täglich sowie verschärfte Kartellregeln gegen marktbeherrschende Mineralölkonzerne.
Der Gesetzentwurf und die vorgeschlagenen Pauschalen zielen darauf ab, die Folgen der steigenden Spritkosten für Arbeitnehmer abzumildern. Falls verabschiedet, würden die Änderungen Pendler finanziell entlasten und gleichzeitig Bedenken hinsichtlich Preismanipulationen entgegenwirken. Die anstehende Bundestagsdebatte wird zeigen, ob die Maßnahmen in den kommenden Monaten umgesetzt werden.






