27 March 2026, 08:29

Spritpreise explodieren: Warum Superbenzin und Diesel jetzt über 2 Euro kosten

Balkendiagramm, das den primären Energieverbrauch nach Brennstoffart von 1980 bis 2040 zeigt, in vier Abschnitte unterteilt mit prozentualer Aufschlüsselung.

Spritpreise explodieren: Warum Superbenzin und Diesel jetzt über 2 Euro kosten

Spritpreise in Deutschland schnellen nach Kriegsausbruch im Nahen Osten in die Höhe

Seit Beginn des Krieges im Nahen Osten sind die Kraftstoffpreise in Deutschland drastisch gestiegen. Der Liter Superbenzin verteuerte sich um 30 Cent, während Diesel um 56 Cent zulegte – beide liegen damit nun über 2 Euro pro Liter. Nun hat der Mineralöllobbyverband eine "Realitätsprüfung" veröffentlicht, um vermeintliche "Volksmythen" zur Preisgestaltung zu entkräften und die Schuld an den starken Preisanstiegen von sich zu weisen.

Der Konflikt im Nahen Osten hat die globalen Ölströme durcheinandergebracht, wodurch die Dieselpreise stärker stiegen als die für Benzin. Eine Blockade in der Straße von Hormus und andere kriegsbedingte Störungen trieben den Dieselpreis im März 2026 auf den Rekordwert von 216,2 Cent pro Liter. In Deutschland stiegen die Preise stärker als in jedem anderen EU-Land; auch in den Nachbarstaaten gab es deutliche Anstiege, wenn auch unter unterschiedlichen Preissystemen.

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Hohe Steuern und Abgaben prägen die Spritpreise in Deutschland maßgeblich. Staatliche Belastungen machen etwa zwei Drittel des Benzinpreises und mehr als die Hälfte des Dieselpreises aus. Das Finanzministerium unter Lars Klingbeil betont jedoch, der Staat profitiere nicht von der aktuellen Preisspirale.

Der Branchenverband Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V. argumentiert, dass nicht nur die Rohölpreise, sondern die internationalen Produktmärkte die Kraftstoffkosten treiben. Zudem verwies er darauf, dass über 70 Prozent der deutschen Raffineriekapazitäten von Unternehmen kontrolliert werden, die kein eigenes Tankstellennetz betreiben. Gleichzeitig warnte Wirtschaftsministerin Katerina Reiche vor möglichen Kraftstoffengpässen Ende April, sollte sich der Krieg weiter hinziehen.

Als Reaktion hat die Regierung nun erste Maßnahmen ergriffen, um die ungebremsten Preisanstiege einzudämmen.

Die Spritpreise in Deutschland bleiben unter Druck durch globale Konflikte und inländische Abgaben. Die Regierung versucht zwar, die Belastung zu mildern – doch die Warnungen vor Lieferengpässen bestehen fort. Mit Benzin und Diesel jenseits der 2-Euro-Marke stehen Autofahrer und Unternehmen weiterhin vor hohen finanziellen Herausforderungen.

Quelle