05 June 2026, 13:13

Stadttheater Fürth: Toxische Führung oder künstlerischer Aufschwung unter Silvia Stolz?

Anonymes Schreiben am Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Stadttheater Fürth: Toxische Führung oder künstlerischer Aufschwung unter Silvia Stolz?

Ein anonymer Brief hat Bedenken hinsichtlich der Führungskultur am Stadttheater Fürth unter der Intendanz von Dr. Silvia Stolz aufgeworfen. Die Vorwürfe beschreiben ein toxisches Arbeitsklima, geprägt von Angst und psychischer Belastung. Doch Unterstützer betonen, dass das Theater seit ihrer Berufung Ende 2023 erhebliche Fortschritte gemacht habe.

Der nicht unterzeichnete Brief gibt vor, die Meinung von 25 festangestellten Mitarbeitenden widerzuspiegeln, ohne jedoch Namen zu nennen. Er wirft Stolz vor, ein Klima des Misstrauens und übermäßigen Drucks zu fördern. Der Dramaturg Udo Eidinger wies den Anspruch des Schreibens zurück, die gesamte Belegschaft zu vertreten, und merkte an, dass sich niemand persönlich dazu bekannt habe.

Trotz der Kontroverse verzeichnet Stolz’ Führung messbare Erfolge: In der Spielzeit 2024/2025 zog das Theater über 100.000 Besucher an und verkaufte mehr als 95.000 Karten. Auch das Jugendtheaterprogramm wurde deutlich ausgebaut.

Der Theaterkurator Maurice Schönleben (SPD) verteidigte Stolz öffentlich und hob die wachsende Modernität und Effizienz der Einrichtung hervor. Eidinger ergänzte, dass die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere planmäßig verliefen und viele Kolleginnen und Kollegen mit großer Hingabe bei der Arbeit seien. Zudem räumte er Stolz’ Leistungen ein, die über die üblichen Aufgaben einer künstlerischen Leitung hinausgingen.

Während einige Mitarbeitende verunsichert bleiben, konzentrieren sich andere auf ihre Produktionen. Ein Kernteam arbeitet weiterhin mit Begeisterung – trotz der anhaltenden Debatte über den Führungsstil.

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Das Theater steht nun vor einer Phase der Ungewissheit, während die Belegschaft auf weitere Klarheit wartet. Die Besucherzahlen und das gewachsene Programm sprechen für eine starke öffentliche Resonanz unter Stolz’ Leitung. Der interne Streit über die Führungskultur bleibt indes ungelöst.

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