04 April 2026, 00:44

Stahlwerk Georgsmarienhütte stoppt Produktion – auch für "grünen Stahl"

Ein brauner Hintergrund mit einer Aussage, dass die Gaspreise um $1.60 gesunken sind und Familien vor den Feiertagen eine Erleichterung bringen, während ein globaler Konflikt herrscht.

Stahlwerk Georgsmarienhütte stoppt Produktion – auch für "grünen Stahl"

Stahlwerk Georgsmarienhütte in Niedersachsen stellt Produktion ein – auch "grünen Stahl"

Das Stahlwerk Georgsmarienhütte in Niedersachsen hat sämtliche Produktionslinien gestoppt, darunter auch die Herstellung von "grünem Stahl". Geschäftsführerin Anne-Marie Großmann macht die deutsche Energiepolitik für die Stilllegung verantwortlich und warnt vor schweren wirtschaftlichen Folgen.

Die Strompreise in Deutschland haben Rekordhöhen erreicht, mit Spotmarktpreisen von über 400 Euro pro Megawattstunde. Dieser drastische Anstieg zwingt Unternehmen wie Georgsmarienhütte zur vollständigen Einstellung der Produktion. Der Atomausstieg sowie Verzögerungen beim Bau neuer Gaskraftwerke haben die Industrie in eine prekäre Lage gebracht.

Seit dem Jahr 2000 sind die Stromkosten für Haushalte in Deutschland um etwa 198 Prozent gestiegen – der höchste Anstieg in der EU. Für die Industrie sind die Preise mittlerweile deutlich weniger wettbewerbsfähig als in den USA oder China. Treiber dieser Entwicklung sind steigende Netzentgelte, Subventionen für erneuerbare Energien und explodierende Kosten für CO₂-Zertifikate.

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Großmann kritisierte die Politik scharf: Diese setze auf Energiemaßnahmen, die die heimische Wirtschaft schwächten, während ausländische Konkurrenten unberührt blieben. Sie forderte dringend Gegenmaßnahmen, um die Strompreise zu stabilisieren, die Netzentgelte zu senken und Erdgas als Brückentechnologie einzusetzen. Ohne Kurskorrektur drohten Deutschland weitere Arbeitsplatzverluste und ein Abfluss von Wohlstand in Nachbarländer.

Die aktuelle Energiestrategie hat bereits Milliardenverluste an Wirtschaftsleistung verursacht und zu zwei Jahren Stagnation beigetragen. Großmann betonte, dass Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit nun oberste Priorität erhalten müssten, um weiteren Schaden abzuwenden.

Die Produktionsstopps bei Georgsmarienhütte verdeutlichen den Druck, unter dem die deutsche Industrie aufgrund der explodierenden Energiekosten steht. Ohne politische Anpassungen könnten weitere Unternehmen vor Schließungen oder Abwanderung stehen. Die wirtschaftlichen Folgen der hohen Strompreise treffen mittlerweile sowohl die klassische Produktion als auch die klimaneutrale Herstellung.

AKTUALISIERUNG

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