14 June 2026, 02:32

Steinbrück fordert neue Strategie im Umgang mit der AfD – CDU bleibt hart

Sozialflügel der CDU verwirft Überlegungen zu Gesprächen mit der AfD

Steinbrück fordert neue Strategie im Umgang mit der AfD – CDU bleibt hart

Peer Steinbrück, ehemaliger SPD-Finanzminister, hat eine Neuausrichtung im Umgang der etablierten Parteien mit der rechtspopulistischen AfD gefordert. Er argumentierte, dass die langjährige „Quarantäne-Strategie“ – eine politische Absperrung gegen die Partei – nicht auf Dauer aufrechterhalten werden sollte. Stattdessen schlug er vor, klare „rote Linien“ für mögliche künftige Gespräche zu ziehen.

Steinbrück erkannte zwar die Logik hinter der „Quarantäne“ an, stellte aber deren dauerhafte Anwendung infrage. Sein Plädoyer für einen neuen Ansatz konzentriert sich darauf, klare Grenzen für jeden Austausch mit der AfD zu definieren.

Dennis Radtke, Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmerorganisation CDA, lehnte Gespräche mit der Partei kategorisch ab. Er bezeichnete die Absperrung als unverzichtbar, um die politische Mitte vor dem Einfluss der AfD zu schützen. Radtke warnte zudem, dass Instrumente wie Glaubwürdigkeit und Bürgernähe zunehmend schwinden – mit deutlichen Risiken für die Zukunft.

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Die Vorstellung, die AfD könnte ihre Haltung mäßigen, wies er zurück. Für Radtke wäre es illusorisch, von der Partei zu erwarten, dass sie Extremismus oder prorussische Positionen aufgibt – das käme einer Aufgabe ihrer Kernidentität gleich.

Die Debatte offenbart tiefe Meinungsverschiedenheiten im Umgang mit der AfD: Während Steinbrück eine bedingte Öffnung befürwortet, besteht Radtke auf strikter Distanz. Einig sind sich beide darin, dass die Frage sorgfältiger Abwägung bedarf – besonders angesichts schrumpfender politischer Handlungsmöglichkeiten.

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