Streik in Sachsen-Anhalt: NGG kämpft gegen Ost-West-Lohngefälle bei Schwarz-Gruppe
Catrin KabusStreik in Sachsen-Anhalt: NGG kämpft gegen Ost-West-Lohngefälle bei Schwarz-Gruppe
Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt streiken für höhere Löhne
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat zu Arbeitsniederlegungen in zwei Betrieben der Schwarz-Gruppe aufgerufen. Unter dem Motto "Reißt die Lohnmauer ein!" fordern die Beschäftigten faire Bezahlung. Die Streiks richteten sich gegen die nach wie vor bestehenden Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland.
Heute begannen die Ausstände bei der Bäckerei Bonback im Star Park Halle Queis. Die Belegschaft wird zwei Tage lang streiken; weitere Aktionen sind geplant. Der Standort firmierte ursprünglich unter dem Namen ARTIback, bis die Schwarz-Gruppe – zu der auch Lidl und Kaufland gehören – ihn vor zwei Jahren übernahm und umfirmierte.
Parallel dazu findet bei MEG, einem Getränkehersteller in Weißenfels, ein dreitägiger Warnstreik statt. Laut NGG verdienen einige Mitarbeiter dort nur rund 900 Euro monatlich. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die Löhne in Sachsen-Anhalt deutlich hinter denen an anderen Standorten des Konzerns zurückbleiben.
Die NGG wirft der Schwarz-Gruppe vor, die Beschäftigten in Ostdeutschland als Billiglohn-Arbeitskräfte zu behandeln. Mit ihrer Kampagne macht die Gewerkschaft auf die anhaltende Lohnungleichheit aufmerksam und fordert gleiche Arbeitsbedingungen in allen Betrieben des Konzerns.
Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, drohen weitere Streiks. Die NGG betont, dass die Löhne in Sachsen-Anhalt denen in anderen Regionen angeglichen werden müssen. Die Arbeitskämpfe richten sich gezielt gegen zwei Tochterunternehmen der Schwarz-Gruppe im Land.






