Streit um Hunde im Martin-Luther-King-Park spaltet Mainz
Martin-Luther-King-Park in Mainz wird zum Zankapfel zwischen Hundebesitzern und Stadtverwaltung
Der Martin-Luther-King-Park (MLK) in Mainz ist zum Streitpunkt zwischen Hundebesitzern und dem Stadtrat geworden. Die Grünfläche, eine wichtige Fußgänger- und Radroute, wird intensiv genutzt – doch ihre Zukunft bleibt ungewiss, seit im Mai 2024 Umgestaltungspläne beschlossen wurden. Nun fordern Anwohner bessere Einrichtungen für ihre Haustiere.
Der MLK-Park verbindet die Stadtteile Hartenberg-Münchfeld mit der Innenstadt und bietet unter anderem Bänke, einen Fußballplatz und eine Boule-Bahn. Trotz seiner Beliebtheit weisen Schilder deutlich darauf hin, dass Hunde an der Leine geführt werden müssen. Dennoch nutzen einige Spaziergänger das Gelände inoffiziell als Hundeauslaufzone und lassen ihre Tiere oft frei herumlaufen.
Im Juli 2025 organisierten verärgerte Anwohner eine Protestaktion im Park und verlangten eine bessere Infrastruktur für Hundebesitzer. Die Demonstration veranlasste den Stadtrat, eine Prüfung möglicher Standorte für eingezäunte Hundewiesen in Auftrag zu geben. Stadträtin Steinkrüger betonte jedoch, dass eine Umwandlung des MLK-Parks in einen speziellen Hundebereich nicht infrage komme. Die Umgestaltungspläne, die auf eine langfristige Attraktivität für Besucher abzielen, sehen keinen Hundepark vor.
Mainz nimmt beträchtliche Einnahmen durch Hundesteuern ein – zwischen fünf und zehn Millionen Euro jährlich, basierend auf hohen Gebühren von bis zu 216 Euro pro Hund. Zwar fließen diese Mittel in allgemeine kommunale Dienstleistungen, darunter auch den Tierschutz, doch bleibt unklar, wie sie genau verteilt werden. Der Konflikt zeigt den wachsenden Bedarf an ausgewiesenen Freiflächen, während die Zahl der Hunde in der Stadt weiter steigt.
Auf Druck der Bürger wird die Stadt nun alternative Standorte für eingezäunte Hundewiesen prüfen. Die Umgestaltung des MLK-Parks wird ohne einen speziellen Hundebereich fortgesetzt, um seine Funktion als gemeinschaftlich nutzbarer öffentlicher Raum zu erhalten. Noch ist nicht bekannt, wo neue Einrichtungen entstehen könnten oder wie die Einnahmen aus der Hundesteuer für deren Finanzierung eingesetzt werden.






