11 April 2026, 02:28

Streit um Mehrwertsteuer auf Lebensmittel: Spahns Plan spaltet die Politik

Plakat mit der Aufschrift "Inflation Reduction Act for American Families" und Abbildungen von Gebäuden, Bäumen, Fahrzeugen, Windrädern, einer bewölkten Himmel und einer Sonne.

Streit um Mehrwertsteuer auf Lebensmittel: Spahns Plan spaltet die Politik

Die Debatte über die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel hat an Schärfe gewonnen, nachdem Jens Spahn, Vorsitzender der konservativen Unionsfraktion, vorgeschlagen hat, die Steuer abzuschaffen. Der Vorstoß stößt sowohl auf Zustimmung als auch auf heftige Kritik der oppositionellen Parteien. Politiker der Linken und der Grünen haben sich zu Wort gemeldet und damit die unterschiedlichen Auffassungen darüber deutlich gemacht, wie Haushalte finanziell entlastet werden können.

Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, begrüßte Spahns Plan, die Mehrwertsteuer auf lebenswichtige Lebensmittel zu streichen. Sie bezeichnete den Schritt als längst überfällige Entlastung für die Mehrheit der Bevölkerung. Reichinnek unterstützte zudem, dass sich die Union damit der eigenen Forderung ihrer Partei anschließe, die Steuer zu senken.

Gleichzeitig kritisierte sie den Vorschlag der Bundesregierung, die Mehrwertsteuer auf andere Waren zu erhöhen, um die Entlastung zu finanzieren. Eine solche Maßnahme nannte sie absurd, da sie gerade jene belasten würde, die durch die Reform eigentlich entlastet werden sollten.

Andreas Audretsch von den Grünen lehnte Steuerreformen bei der Mehrwertsteuer kategorisch ab. Er warf der Koalition vor, in einer Phase hoher Inflation und explodierender Ölpreise Steuersenkungen nicht klar auszuschließen. Audretsch betonte, es gehe darum, Kosten zu senken – und nicht nur zu verlagern.

Die Ablehnung der Grünen fällt mit Audretschs Kritik an Spahns wirtschaftspolitischem Verständnis zusammen. Seine Äußerungen deuteten darauf hin, dass der Unionsvorschlag keine klare Linie erkennen lasse, wie breite Steuererhöhungen vermieden werden könnten.

Der Streit lässt die Zukunft der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel ungewiss. Während sich Linke und Union auf eine Abschaffung der Steuer einigen, lehnen die Grünen jede Änderung ab, die zu höheren Belastungen führen könnte. Die Diskussion spiegelt die grundsätzlichen Differenzen wider, wie mit den steigenden Lebenshaltungskosten umgegangen werden soll.

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