Streit um neuen Getränkemarkt in Soltau: Was aus der alten Bowlingbahn wird
Gerdi BaumStreit um neuen Getränkemarkt in Soltau: Was aus der alten Bowlingbahn wird
Neuer Getränkemarkt in Soltau: Ehemalige Bowlingbahn weicht Handel – Diskussionen um Lärm, Verkehr und Bebauungsplan
In Soltau entsteht ein neuer Getränkemarkt auf dem Gelände der ehemaligen Bowlingbahn in der Nähe des Edeka-Centers. Das Vorhaben hat Debatten über Lärmbelastung, Verkehrsaufkommen und städtebauliche Vorschriften ausgelöst. Lokale Behörden und Projektentwickler arbeiten daran, die Bedenken der Anwohner auszuräumen.
Bis Anfang Februar können Bürger im Rahmen der Änderung des Flächennutzungsplans Stellung zum Vorhaben nehmen.
Die Stadt plant, die alte Bowlingbahn an der Vogelbeerweg in einen Getränkemarkt umzuwandeln und damit das bestehende Edeka-Center zu erweitern. Eine aktuelle Studie hatte eine Lücke im Soltauer Einzelhandel – insbesondere im Bereich Getränkeverkauf – aufgezeigt und untermauert so die Notwendigkeit des Projekts.
Lärmbedenken äußerte CDU-Stadtrat Dr. Andreas von Felde, der die Auswirkungen von Dachklimaanlagen hinterfragte. Eine Lärmuntersuchung bestätigte jedoch, dass die Emissionen innerhalb der gesetzlichen Grenzen bleiben werden. Edeka hat zudem zugesagt, den Lieferbereich für Supermarkt und neuen Markt einzuzäunen, um Störungen zu minimieren. Die Anlieferungen sollen in westlicher Richtung zu den Gleisanlagen geleitet werden, um Wohngebiete von Lärm zu entlasten.
Die Stadtverwaltung versichert, dass alle planungsrechtlichen Vorgaben eingehalten werden. Zwei Verkehrsmanagement-Optionen werden geprüft: die Anpassung der bestehenden Ampelanlage oder die Umwandlung des westlichen Ausfahrtsbereichs in eine zweispurige Zufahrt. Für die Umsetzung muss der Flächennutzungsplan geändert und das Gebiet als besonderes Gewerbegebiet ausgewiesen werden – die öffentliche Beteiligung läuft noch bis Anfang Februar.
Noch nicht endgültig geklärt sind die genaue Größe des Marktes und seine exakte Positionierung innerhalb des Edeka-Centers.
Das Getränkemarkt-Projekt schreitet mit Maßnahmen zur Begrenzung von Lärm und Verkehrsbeeinträchtigungen voran. Bis zur finalen Beschlussfassung der Flächennutzungsplan-Änderung bleibt die Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung bestehen. Nach Genehmigung soll der neue Markt eine Einzelhandelslücke schließen – und dabei alle lokalen Vorschriften einhalten.






