Südniedersachsen plant gemeinsame Großleitstelle für mehr Effizienz im Rettungswesen
Alex TintzmannSüdniedersachsen plant gemeinsame Großleitstelle für mehr Effizienz im Rettungswesen
Behörden in Südniedersachsen treiben Pläne für gemeinsames Leitstellen-Zentrum voran
Die örtlichen Behörden in Südniedersachsen setzen ihre Pläne zur Schaffung einer gemeinsamen Notruf- und Einsatzleitstelle um. Das Vorhaben sieht die Zusammenlegung der Städtischen Regionalleitstelle Göttingen mit der Leitstelle Northeim vor. Seit 2023 arbeiten Verantwortliche an dem Konzept, um Personalengpässe zu beheben und die Effizienz zu steigern.
Die Initiative wurde am 11. Februar 2026 bei einer Informationsveranstaltung Vertretern aus Politik, Feuerwehr und Rettungsdiensten vorgestellt. Eine externe Fachbegutachtung bestätigte die Vorteile des Projekts, darunter eine bessere Personalverfügbarkeit, modernere technische Ausstattung und eine höhere Einsatzstabilität.
Bevor die vollständige Integration erfolgt, soll ein vorläufiges Kooperationsabkommen den schrittweisen Zusammenschluss der beiden Leitstellen ermöglichen. Die Klärung rechtlicher, technischer und organisatorischer Details wird voraussichtlich etwa 18 Monate in Anspruch nehmen. Langfristig ist geplant, die Großleitstelle Südniedersachsen als öffentlich-rechtliche Einrichtung zu etablieren.
Das Vorhaben bedarf noch der Zustimmung der Kreistage von Göttingen und Northeim sowie des Göttinger Stadtrats. Auch benachbarte Regionen wie Goslar, Wolfenbüttel, Salzgitter und Hameln-Pyrmont könnten sich später anschließen, da sie mit ähnlichen Herausforderungen bei Personal und Kosten kämpfen.
Ziel ist ein nachhaltigeres und kostengünstigeres Leitstellensystem für die Region. Die Verantwortlichen erwarten, dass die Fusion die Notfallinfrastruktur sowohl operativ als auch wirtschaftlich optimiert.
Bei einer Umsetzung würde die neue Leitstelle als Modell für regionale Zusammenarbeit im Rettungswesen dienen. Der schrittweise Ansatz soll einen reibungslosen Übergang gewährleisten und gleichzeitig aktuelle Personal- und Finanzprobleme entschärfen. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den beteiligten Gremien.
DRK Niedersachsen fordert klare Strukturen bei der Reform der Notdienste
Der DRK Niedersachsen hat bei der Tag des Notrufs am 11.2.2026 dringende Reformen in den Notdiensten gefordert und dabei die Herausforderungen aufgeworfen, die durch die geplante Zusammenlegung der leitstellen in Südniedersachsen entstehen. Wichtige Bedenken sind:
- steigende Anrufvolumina und Personalmangel
- mangelnde Koordination bei der Einsatzleitung
- unzureichende Finanzierung für langfristige Stabilität Die Organisation betont die Notwendigkeit von systemischen Lösungen, um eine zuverlässige Notfallversorgung in der Region sicherzustellen.






