SVG Lüneburg kämpft um historischen Volleyball-Meistertitel gegen die BR Volleys
Catrin KabusSVG Lüneburg kämpft um historischen Volleyball-Meistertitel gegen die BR Volleys
SVG Lüneburg steht vor einem historischen Moment im deutschen Männer-Volleyball. Im Finale trifft das Team auf die BR Volleys – mit der Chance, den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte zu holen. Ein Sieg würde zudem die jahrzehntelange Vorherrschaft Berlins und Friedrichshafens brechen, die die Liga seit 1997 dominieren.
Der Weg ins Finale war für Lüneburg beeindruckend: Erstmals beendete man die Hauptrunde auf Platz eins und besiegte Friedrichshafen bereits im Pokalfinale. Unter Trainer Stefan Hübner, der das Team seit 2011 prägt, hat sich der Club zu einer internationalen Größe entwickelt. Seine Verbundenheit mit dem Verein ist ungebrochen – erst kürzlich lehnte er Angebote anderer Clubs und der Nationalmannschaft ab, um bis 2030 in Lüneburg zu bleiben.
Die BR Volleys hingegen wollen ihren Titel verteidigen. Kapitän Ruben Schott scherzte vor dem Spiel, man werde "diese kleine Halle auseinandernehmen" – ein Zeichen für den kämpferischen Geist des Teams. Berlins Saison verlief holprig: Früh scheiterte man im Pokal und in der Champions League. Dennoch peilt das Team die zehnte Meisterschaft in Folge an.
Auch personelle Wechsel prägten den Weg ins Finale: Markus Steuerwald, eigentlich für die nächste Saison bei den Grizzlys Giesen vorgesehen, übernahm am 13. April 2023 nach dem Abgang von Alexandre Leal das Traineramt bei den BR Volleys. Berlins Geschäftsführer Kaweh Niroomand vertraut voll auf Steuerwalds Führung, um den Titel zu holen.
Das Finale entscheidet, ob Lüneburg die Berliner-Friedrichshafener Dominanz durchbricht oder ob die Hauptstadtmannschaft ihren nächsten Triumph feiert. Ein Sieg der SVG Lüneburg wäre der erste Meistertitel des Vereins und ein Meilenstein für den deutschen Volleyball. Für die BR Volleys ginge es um die Verlängerung ihrer Rekordserie – und die Rettung einer schwierigen Saison.






