Symrise freigesprochen: US-Kartellverfahren gegen Duftstoffriese eingestellt
Herbert RennerSymrise: US-Behörden stellen Kartellverfahren ein - Symrise freigesprochen: US-Kartellverfahren gegen Duftstoffriese eingestellt
Das US-Justizministerium hat sein Kartellverfahren gegen Symrise eingestellt – ohne Beweise für Fehlverhalten. Der deutsche Duft- und Aromastoffhersteller war zusammen mit drei weiteren Branchengrößen unter dem Verdacht der wettbewerbswidrigen Absprache in Europa stand. Das Unternehmen begrüßte die Entscheidung und betonte erneut, dass es nie illegale Absprachen mit Konkurrenten gegeben habe.
Die Ermittlungen hatten 2023 begonnen, nachdem die Europäische Kommission die Zentrale von Symrise in Holzminden durchsucht hatte. Die Behörden vermuteten, dass das Unternehmen und seine drei größten Wettbewerber Preise im Duftstoffsektor manipuliert hätten. Während die USA und Großbritannien ihre Verfahren nun eingestellt haben, läuft die Untersuchung der EU-Kommission weiter.
Die britische Wettbewerbsbehörde CMA (Competition and Markets Authority) hatte ihre eigenen Ermittlungen bereits im Mai 2025 ohne Konsequenzen beendet. Symrise, ein globaler Zulieferer für Parfüm-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Getränkehersteller, wies Vorwürfe einer Kartellbeteiligung stets zurück. Das Unternehmen hofft nun auf einen baldigen Abschluss des EU-Verfahrens.
Trotz der noch laufenden EU-Untersuchung markiert die Einstellung des US-Verfahrens einen wichtigen Schritt. Symrise bekräftigte seine Verpflichtung zu fairem Wettbewerb und der Einhaltung aller Vorschriften.
Mit der Beendigung der Ermittlungen in den USA und Großbritannien wartet Symrise nun auf das Ergebnis des verbleibenden EU-Verfahrens. Das Unternehmen bleibt weiterhin einer der führenden Akteure in der Duft- und Aromastoffbranche. Die endgültige Entscheidung aus Brüssel wird zeigen, ob weitere Maßnahmen folgen.






