16 February 2026, 00:54

Theologe Moritz Fischer kämpft mit Pazifismus gegen Krieg und für neue Friedenswege

Eine Gruppe orthodoxer Christen marschiert durch eine Straße, hält ein Banner mit Text und Bildern, einige tragen Mützen und halten Stöcke, andere halten Schirme, mit Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Theologe Moritz Fischer kämpft mit Pazifismus gegen Krieg und für neue Friedenswege

Moritz Fischer, ein 62-jähriger evangelischer Theologe und Pazifist, setzt sich seit langem für Frieden und Gewaltfreiheit ein. Als Professor für Weltchristentum und Missionsgeschichte plädiert er weiterhin für Besinnung und Dialog – besonders angesichts anhaltender Konflikte wie des Krieges in der Ukraine. Sein jüngstes Engagement bei der Osterfriedensinitiative in Unterlüß unterstreicht sein Bekenntnis zu diesen Werten.

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Fischer wuchs in den 1960er- und 70er-Jahren auf, geprägt von den Widerstandsbewegungen und Protestliedern der Zeit. In Bayern, unter der Führung von Franz Josef Strauß, verweigerte er den Wehrdienst – eine Entscheidung, die seinen frühen Einsatz für den Pazifismus widerspiegelte. Noch heute steht er dem Konzept eines "gerechten Krieges" kritisch gegenüber und erkennt sowohl die geistigen als auch die praktischen Verstrickungen von Konflikten wie dem in der Ukraine an.

Für Fischer trägt die Osterbotschaft eine tiefe Bedeutung: Auferstehung und Befreiung von menschlicher Schwäche, Not und Scheitern. Er sieht darin eine Quelle der Hoffnung, die Vergebung und einen Neuanfang ermöglicht. Diese Überzeugung verbindet sich mit seiner Sicht auf Ostermärsche als Tradition des Protests gegen Aufrüstung und Atomwaffen – als einen Weg, der von Krieg weg und hin zur Erlösung führt.

Als aktiver Akteur der christlichen Friedensarbeit unterzeichnete Fischer kürzlich den Appell "Der Krieg muss enden! Gewaltfreiheit wirkt!". Zwar räumt er ein, dass Gewaltfreiheit wirksam sein kann, aber nicht immer Erfolg garantiert. Gleichzeitig kritisiert er die Medien für ihre vereinfachende Darstellung komplexer Sachverhalte und fordert stattdessen tiefere Reflexion.

Fischer ist überzeugt, dass sich die evangelische Kirche mit konkreten Fragen auseinandersetzen sollte – etwa mit Waffenlieferungen –, während sie gleichzeitig Verhandlungen unterstützt und Sicherheitspolitik neu denkt. Er wünscht sich eine "neue Friedensbewegung", die aus vergangenen Fehlern lernt und bewusste, gewaltfreie Ansätze verfolgt, statt in alte Muster zurückzufallen.

Trotz der vor ihm liegenden Herausforderungen bleibt Fischer zuversichtlich, dass das Verlangen nach Frieden sich letztlich durchsetzen wird. Seine Arbeit und sein Einsatz wirken weiter für eine Welt, in der Gewaltfreiheit und Besinnung politische und geistige Entscheidungen leiten. Die Osterfriedensinitiative und sein umfassendes Engagement spiegeln dieses anhaltende Bekenntnis wider.