Thüringenkolleg Weimar stoppt Neuaufnahmen – Bildungsdebatte entfacht
Herbert RennerCDU-Abgeordneter hofft auf Lösung für Thüringen-Kolleg - Thüringenkolleg Weimar stoppt Neuaufnahmen – Bildungsdebatte entfacht
Weimars Thüringenkolleg stellt Aufnahme neuer Studierender ein
Das Thüringenkolleg in Weimar, eine Einrichtung der Erwachsenenbildung, die Zweitverschulern den Weg zum Abitur ermöglicht, wird im kommenden akademischen Jahr keine neuen Studierenden mehr aufnehmen. Das Thüringer Bildungsministerium begründete die Entscheidung mit hohen Kosten und einer geringen Abschlussquote. Bestehende Studierende können ihr Studium jedoch wie geplant abschließen.
Die Institution, die Erwachsenen in drei Jahren zum Abitur führt, stand bereits länger in der Kritik, was ihre Effizienz betrifft. Die jährlichen Betriebskosten beliefen sich auf rund eine Million Euro, doch im vergangenen Jahr schlossen lediglich 25 Studierende erfolgreich ab. Das Ministerium argumentiert, dass diese Zahlen das Programm auf Dauer unwirtschaftlich machten.
Gegen die Schließungspläne regt sich jedoch zunehmend Widerstand. Der CDU-Abgeordnete Lennart Geibert betonte die Bedeutung des Thüringenkollegs als unverzichtbare zweite Chance für Bildungsaufsteiger. Er forderte das Ministerium auf, vor einer endgültigen Schließung nach alternativen Lösungen zu suchen.
Auch die Linke positioniert sich gegen die Entscheidung. Die bildungspolitische Sprecherin Ulrike Grosse-Röthig verlangte von Bildungsminister Christian Tischner (CDU), den Plan zurückzunehmen. Sie kündigte an, das Thema in der nächsten Sitzung des Bildungsausschusses auf die Tagesordnung zu setzen.
Die Einstellung der Neuaufnahmen tritt für Bewerberinnen und Bewerber ab dem nächsten akademischen Jahr in Kraft. Während laufende Studiengänge nicht betroffen sind, bleibt die Debatte über die Zukunft der Einrichtung weiter kontrovers. Politiker und Bildungsaktivisten drängen nun auf einen Kompromiss, um das Programm zu erhalten.






