Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – Ölpreise und Importe belasten den Konzern
Catrin KabusThyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – Ölpreise und Importe belasten den Konzern
Thyssenkrupp-Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
Die Aktie von Thyssenkrupp ist auf ein neues 52-Wochen-Tief gefallen und notiert nun bei 7,46 Euro pro Anteilsschein. Der Rückgang kommt zu einer Zeit, in der stark steigende Ölpreise und billige Importe die Gewinne des Industriekonzerns belasten. Innerhalb von nur 30 Tagen hat das Unternehmen fast ein Drittel seines Börsenwerts eingebüßt.
Die Probleme des Stahlherstellers verschärften sich, als die Ölpreise neue Höchststände erreichten. Die Nordsee-Sorte Brent wird mittlerweile zu rund 113 US-Dollar pro Fass gehandelt, während der OPEC-Ölpreis auf 143 Dollar kletterte. Diese Preissprünge haben die Produktionskosten in die Höhe getrieben und belasten ein ohnehin schon angeschlagenes Geschäft zusätzlich.
Seit dem Höchststand im Oktober bei 13,24 Euro ist der Aktienkurs um 44 Prozent eingebrochen. Das Unternehmen erwägt nun Produktionskürzungen in seinem französischen Werk und macht eine Flut günstiger Importe für den Rückgang der eigenen Verkäufe verantwortlich.
Unterdessen greift die Bundesregierung ein, um die wirtschaftliche Belastung abzufedern. Ein neues "Entlastungspaket für Spritpreise" ist in Vorbereitung, und die Behörden planen, die nationalen Ölreserven anzuzapfen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat zudem Zweifel am verbindlichen Kohleausstieg bis 2038 geäußert und eine mögliche Überprüfung der Energiepolitik angedeutet.
Die Thyssenkrupp-Aktie bleibt weiter unter starkem Druck, ohne dass sich kurzfristig eine Erholung abzeichnet. Die Kombination aus hohen Ölpreisen, Importkonkurrenz und Produktionsproblemen stellt das Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Regierungsmaßnahmen könnten zwar vorübergehend Entlastung bringen, doch die langfristigen Auswirkungen auf die Industriekosten bleiben ungewiss.






