11 April 2026, 08:32

"Twist" in Sachsen-Anhalt: Wie Stipendien die Kunst revolutionieren

Ein Raum mit verschiedenen Kunstwerken, darunter gerahmte Fotos auf Tischen, Texttafeln an den Wänden, Deckenleuchten und ein Teppichboden, was auf eine moderne Kunstausstellung hinweist.

"Twist" in Sachsen-Anhalt: Wie Stipendien die Kunst revolutionieren

"Twist" – Neue Ausstellung in der Kunststiftung Sachsen-Anhalt zeigt geförderte Künstler:innen

In der Kunststiftung Sachsen-Anhalt hat die Ausstellung Twist ihre Pforten geöffnet und präsentiert Werke von 25 Künstler:innen, die Landesstipendien erhalten haben. Die Schau vereint traditionelle und experimentelle Kunstformen – von Malerei und Keramik bis hin zu Multimedia-Installationen. Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra nutzte die Eröffnung, um vor wachsenden Gefahren für die künstlerische Freiheit zu warnen.

Die Ausstellung versammelt ein breites Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen, darunter klassische Malerei, Druckgrafik, Glasgestaltung, Textilkunst und digitale Projekte. Jedes Werk greift das zentrale Motto der Schau auf: den Twist – ein bewusster Bruch mit alten Ideen, neue Techniken oder unerwartete Perspektiven auf vertraute Themen.

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Bei der Vernissage bezeichnete Robra Twist als "Schnittstelle zwischen Tradition und Zukunft". Er betonte, dass die künstlerische Freiheit zunehmend unter Druck gerate – bedingt durch einen "nationalistischen Zeitgeist" in der Kulturpolitik, wie er es nannte. Der Minister rief die Besucher:innen auf, sich aktiv für den Erhalt der lebendigen Kunstszene Sachsen-Anhalts einzusetzen.

Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung, ergänzte, die Ausstellung belege, wie Stipendien künstlerisches Potenzial freisetzen. Die gezeigten Arbeiten, so Bursian, zeugten von mutigen und vielfältigen Ergebnissen, wenn Künstler:innen die Möglichkeit zum Experimentieren erhalten.

Twist fungiert als Schaufenster für die zeitgenössische Kreativität der Region und verbindet handwerkliche Tradition mit avantgardistischen Ansätzen. Robras Worte deuteten die Ausstellung sowohl als Feier der Kunst als auch als Appell, die Rahmenbedingungen zu verteidigen, die sie erst möglich machen.

Quelle