Ukrainischer Botschafter stärkt Partnerschaft zwischen Göttingen und Ochtyrka
Ukrainischer Botschafter stärkt Partnerschaft zwischen Göttingen und Ochtyrka
Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev besuchte diese Woche Göttingen, um die Beziehungen zwischen der deutschen Stadt und ihrer ukrainischen Partnerstadt Ochtyrka zu festigen. Während seines offiziellen Besuchs trug er sich in das Goldene Buch der Stadt ein und erörterte die laufenden Unterstützungshilfen. Der Besuch lenkte auch die Aufmerksamkeit auf die Sorge, dass das öffentliche Interesse am Krieg in der Ukraine im Zuge des deutschen Bundestagswahlkampfs nachlassen könnte.
Botschafter Makeiev traf sich mit Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt, die die Verbundenheit der Stadt mit Ochtyrka bekräftigte. Sie versprach, die Hilfe werde fortgesetzt – im Februar 2025 sollen drei mit Spenden beladene Feuerwehrfahrzeuge in die Ukraine aufbrechen. Broistedt versicherte zudem, dass die Unterstützung für die Ukrainer nicht nachlassen werde.
Bürgermeister Pawlo Kusmenko aus Ochtyrka dankte Göttingen für die schnelle Hilfe nach dem russischen Überfall. Er würdigte die umgehende Bereitstellung lebenswichtiger Hilfsgüter. Botschafter Makeiev schloss sich diesem Dank an und bedankte sich bei den Göttinger Bürgern für die bisherigen Spenden sowie die geplanten Lieferungen.
Eine neue Hilfssendung im Wert von 120.000 Euro ist für März vorgesehen. Finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), umfasst sie einen Sportplatz, Ausrüstung, Solarpaneele und einen Generator. Der Botschafter warnte zugleich, dass der Krieg während der Wahlkampagne aus dem öffentlichen Fokus geraten könnte.
Der Besuch steht im Kontext der vertieften deutsch-ukrainischen Beziehungen durch kommunale Partnerschaften. Allein Nordrhein-Westfalen hat seine Verbindungen von sechs auf 49 ausgeweitet. Ähnliche Initiativen im ganzen Land zielen darauf ab, den Wiederaufbau und die EU-Integration der Ukraine zu unterstützen.
Unterdessen bleibt die blau-gelbe Stele vor dem Neuen Rathaus in Göttingen bis zur Wiederherstellung des Friedens in der Ukraine stehen. Das Symbol erinnert an die Solidarität der Stadt mit ihrer Partnergemeinde.
Göttingens anhaltende humanitäre und politische Unterstützung für Ochtyrka spiegelt die breiten deutschen Bemühungen wider, der Ukraine beizustehen. Die geplanten Lieferungen und Feuerwehrfahrzeuge leisten praktische Hilfe, während der Besuch des Botschafters die diplomatischen Bindungen stärkt. Die Stele der Stadt bleibt ein sichtbares Zeichen der Unterstützung – bis der Krieg ein Ende findet.
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