Ulrike Mohrs verlässt Koblenz: Sieben Jahre prägende Stadtführung enden
Gerdi BaumUlrike Mohrs verlässt Koblenz: Sieben Jahre prägende Stadtführung enden
Koblenzer Oberbürgermeisterin Ulrike Mohrs scheidet am 1. Juli nach siebenhalb Jahren im Amt aus. Ihr Rückzug folgt auf ihre Entscheidung, nicht erneut zu kandidieren, da sie eine neue berufliche Aufgabe übernimmt. Sie hinterlässt eine Stadt, die durch ihre Führung in mehreren Krisen und großen Projekten geprägt wurde.
Ulrike Mohrs trat ihr Amt als Oberbürgermeisterin Anfang 2017 an. Während ihrer Amtszeit steuerte sie Koblenz durch erhebliche Herausforderungen, darunter die COVID-19-Pandemie, Russlands Krieg gegen die Ukraine und die verheerenden Flutkatastrophen im Ahrtal. Zudem gründete sie das Lotsenhaus International, eine zentrale Anlaufstelle, die Geflüchteten in der Stadt wichtige Unterstützung bietet.
In ihrer Amtszeit wurden zahlreiche zentrale Infrastrukturprojekte abgeschlossen, darunter die Eröffnung der Feuerwachen 2 und 3, die Sanierung des Oberwerther Freibads sowie die Modernisierung der Sportanlage im Stadtteil Schmitzers Wiese. In ihrer Abschiedsrede betonte sie sozialen Zusammenhalt, evidenzbasierte Entscheidungen und einen respektvollen Dialog als Leitprinzipien ihrer Arbeit.
Eine offizielle Verabschiedung findet am 25. Juni im Stadtrat statt. Oberbürgermeister David Langner würdigte sie als dynamische Führungspersönlichkeit, die Koblenz nachhaltig geprägt habe. Am 1. Juli übernimmt Dr. Dagmar Kranz (CDU) das Amt der neuen Oberbürgermeisterin.
Ulrike Mohrs beginnt anschließend ein neues Kapitel als Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland der Bundesagentur für Arbeit. Ihre Führung hat in Koblenz sowohl in der Krisenbewältigung als auch in der Stadtentwicklung spürbare Spuren hinterlassen. Nun bereitet sich die Stadt auf den Übergang unter der neuen Oberbürgermeisterin vor.






