Unbefristeter Streik bei Jungheinrich: Tarifverhandlungen stocken in entscheidender Phase
Herbert RennerDiskussionen bei Jungheinrich: IG Metall sagt Kundgebung ab - Unbefristeter Streik bei Jungheinrich: Tarifverhandlungen stocken in entscheidender Phase
Arbeiter im Jungheinrich-Werk in Lüneburg streiken seit dem 20. November unbefristet. Der Arbeitskampf fällt in eine entscheidende Phase der Tarifverhandlungen über die Zukunft des Standorts. Im Mittelpunkt stehen derzeit Abfindungsregelungen, Sozialpläne und betriebliche Zusatzleistungen für die Belegschaft.
Das Werk, in dem zwischen 1.200 und 1.500 Menschen beschäftigt sind, verzeichnete in den vergangenen fünf Jahren ein stetiges Wachstum. 2020 zählte das Unternehmen noch rund 1.000 Mitarbeiter, doch die Ausweitung der Intralogistik-Produktion trieb die Zahlen nach oben. Konkrete Prognosen für 2026 liegen bisher nicht vor.
Die aktuellen Gespräche konzentrieren sich auf drei zentrale Punkte: einen Interessenausgleich, einen Sozialplan sowie eine betriebliche Vereinbarung zu Zusatzleistungen. Gewerkschaftsmitglieder könnten nach den geplanten Regelungen zusätzliche Leistungen erhalten. Eine Vertraulichkeitsvereinbarung verhindert jedoch, dass beide Seiten Details öffentlich machen.
Die Verhandlungen werden in der kommenden Woche fortgesetzt – von Montag bis Donnerstag. Die IG Metall hat kürzlich eine geplante Pressekonferenz und eine Protestaktion im Zusammenhang mit dem Konflikt abgesagt.
Das Ergebnis der Gespräche wird über die Höhe der Abfindungen und die künftigen Sozialleistungen für die Belegschaft entscheiden. Sowohl die Unternehmensführung als auch die Arbeitnehmervertreter bleiben im Dialog, eine schnelle Einigung ist jedoch nicht in Sicht. Der Streik dauert unterdessen an, während die Verhandlungen weiterlaufen.