03 May 2026, 10:28

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Bundesregierung reagiert gelassen

Logo der NATO Joint Jet Pilot Training mit einem blauen Kreis mit einem weißen Stern in der Mitte, umgeben von vier Fahnen in verschiedenen Farben und der weißen Aufschrift "NATO Joint Jet".

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Bundesregierung reagiert gelassen

Die USA haben Pläne bekannt gegeben, innerhalb des nächsten Jahres 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen. Damit verringert sich die Gesamtzahl der dort stationierten US-Militärangehörigen von 38.000 auf 33.000. Deutsche Regierungsvertreter bezeichneten die Entscheidung als erwartet und für beide Seiten vorteilhaft.

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Die Bestätigung des Truppensabzugs erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen Washington und Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte kürzlich die US-Politik gegenüber dem Iran kritisiert, woraufhin Präsident Donald Trump scharf reagierte. Trump warf Merz vor, dem Iran potenziell den Weg zur Entwicklung von Atomwaffen zu ebnen, und forderte ihn stattdessen auf, sich auf die Lösung des Russland-Ukraine-Konflikts zu konzentrieren.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, die Truppenreduzierung entspreche den Interessen beider Länder. Gleichzeitig betonte er, dass NATO-Vertreter derzeit mit den USA die Details des Abzugs finalisierten. Der Prozess soll zwischen sechs und zwölf Monaten dauern.

Unterdessen hat Deutschland eigene Pläne zur Aufstockung der Streitkräfte bekannt gegeben. Die Bundeswehr soll als Reaktion auf sicherheitspolitische Bedenken von 185.000 auf 260.000 Soldaten ausgebaut werden. Kritiker halten diesen Schritt jedoch für unzureichend und verweisen auf die ihrer Meinung nach wachsende Bedrohung durch Russland.

Mit dem Abzug der US-Truppen erreicht die amerikanische Präsenz in Deutschland den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Der Zeitplan für den Rückzug hängt von den laufenden NATO-Beratungen ab. Die parallele Aufrüstung der Bundeswehr spiegelt die sich wandelnden Verteidigungsprioritäten in Europa wider.

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