Vassiliadis fordert Steuerreform: Entlastung für Mittelverdiener, höhere Abgaben für Reiche
Alex TintzmannVassiliadis fordert Steuerreform: Entlastung für Mittelverdiener, höhere Abgaben für Reiche
Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, hat neue Steuerreformvorschläge vorgelegt, die die Mittelverdiener entlasten sollen. Seine Pläne zielen auch auf Wohlhabende ab und sehen höhere Abgaben für die höchsten Einkommen vor. Zu den Vorschlägen gehören Änderungen bei der Einkommensteuer, der Erbschaftsteuer sowie eine neue Vermögensabgabe für Spitzenverdiener.
Vassiliadis schlägt vor, die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz auf etwa 100.000 Euro brutto pro Jahr anzuheben. Derzeit greift der Höchststeuersatz von 42 Prozent bereits bei niedrigeren Einkommen, und er regt an, ihn für die Reichsten um zwei bis drei Prozentpunkte zu erhöhen. Zudem plant er eine Vermögenssteuer für Einkommen über 200.000 Euro.
Geringverdiener würden nach seinem Modell kaum oder gar keine Steuern zahlen. Die Gewerkschaften befürworten zwar weiterhin ein linear-progressives Steuersystem, wollen aber die sogenannte „Mittelschichtsbeule“ abschaffen, die viele in höhere Steuerklassen drängt. Vassiliadis räumt ein, dass Wirtschaftsverbände höhere Steuern auf Betriebsvermögen ablehnen, argumentiert jedoch, dass Superreiche von einer starken Infrastruktur und Sicherheit profitieren.
Um öffentliche Investitionen zu finanzieren, schlägt er eine zusätzliche Abgabe für die Superreichen vor. Auch höhere Erbschaftsteuern sind Teil des Pakets, sodass vermögende Erben stärker zur Kasse gebeten werden.
Die Vorschläge zielen darauf ab, die Steuerlast stärker auf die höchsten Einkommen zu verlagern und gleichzeitig Mittel- und Geringverdiener zu entlasten. Bei einer Umsetzung würden die Freigrenzen angepasst, neue Abgaben eingeführt und die Sätze für die Reichsten erhöht. Vassiliadis betont, dass diese Maßnahmen notwendig seien, um wichtige öffentliche Dienstleistungen zu finanzieren und die wirtschaftliche Stabilität zu sichern.






