Versace-Retrospektive in Paris: Glanz ohne das berühmte Sicherheitsnadel-Kleid
Alex TintzmannVersace-Retrospektive in Paris: Glanz ohne das berühmte Sicherheitsnadel-Kleid
Eine große Retrospektive zu Gianni Versaces Werk in Paris eröffnet – ohne das berühmte „Sicherheitsnadel-Kleid“
Im Musée Maillol an der Rue de Grenelle in Paris hat die erste Modeausstellung des Hauses eröffnet: eine umfassende Retrospektive des Schöpfers Gianni Versace. Gezeigt werden fast 100 Outfits sowie 450 Exponate – von Haute-Couture-Stücken bis hin zu seltenen Videointerviews. Doch ein ikonisches Stück fehlt: das legendäre „Sicherheitsnadel-Kleid“, das Elizabeth Hurley einst berühmt machte.
Die von Karl von der Ahé und Saskia Lubnow kuratierte Schau ist vom 3. Juli bis zum 6. September 2023 zu sehen. Die Besucher erwarten Entwürfe, die auf Mannequins entlang eines nachgebauten Laufstegs präsentiert werden, sowie ein eigener Raum unter dem Titel „Rock und Royalty“, in dem Stücke zu sehen sind, die einst von Lady Diana, Elton John und Madonna getragen wurden.
Versace stellte seine erste Haute-Couture-Kollektion 1989 im Pariser Hotel Ritz vor. Diese Retrospektive steht jedoch in keinem Zusammenhang mit der heutigen Marke Versace oder der Familie Versace. Statt des fehlenden „Sicherheitsnadel-Kleids“ zeigt ein Monitor die französische Wikipedia-Seite über das Stück.
Neben Mode umfasst die Ausstellung auch Schmuck, Wohnaccessoires und Archivmaterial. Die Schau bietet einen breiten Einblick in Versaces Einfluss auf die Mode- und Prominentenkultur während seiner Karriere.
Mit sorgfältig ausgewählten Stücken und multimedialen Elementen wirft die Ausstellung ein detailliertes Licht auf Versaces Vermächtnis. Zwar wird das Fehlen des „Sicherheitsnadel-Kleids“ bemerkt, doch die Schau präsentiert dennoch ein breites Spektrum seines Schaffens. Bis Anfang September bleibt sie für die Öffentlichkeit zugänglich.






