22 December 2025, 06:56

Volkstrauertag: Ein Mahnmal für Frieden und Verständnis

Gedenktafeln an einer Wand mit Blumensträußen davor.

Volkstrauertag: Ein Mahnmal für Frieden und Verständnis

Volkstrauertag: Mahnung zu Frieden und Verständigung

Einleitung Anlässlich des Volkstrauertags gedachten auch in Garbsen die Menschen der Opfer von Krieg und Gewalt. „Wir alle können dazu beitragen, mehr Frieden in die Welt zu tragen – selbst im täglichen Leben in Garbsen“, mahnte Bürgermeister Claudio Provenzano.

Artikeltext Am vergangenen Sonntag versammelten sich Bürgerinnen und Bürger in Garbsen, um des deutschen Volkstrauertags zu gedenken. Die jährliche Gedenkveranstaltung ehrte die Opfer von Konflikten und Gewalt mit Zeremonien, Reden und Momenten der Besinnung. Unter den Teilnehmenden waren lokale Amtsträger, Schülerinnen und Schüler sowie religiöse Würdenträger, die Botschaften des Friedens und der Erinnerung teilten.

Der Tag begann mit Kranzniederlegungen an den Kriegsdenkmälern in den verschiedenen Stadtteilen Garbsens. Diese stillen Ehrungen galten den Gefallenen, bevor sich die Hauptveranstaltung anschloss.

Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand eine Ansprache von Bürgermeister Claudio Provenzano, der die Bürger aufrief, mehr Frieden in ihren Alltag zu tragen. Er betonte die Notwendigkeit von mehr Menschlichkeit in der Gesellschaft und forderte dazu auf, mit Mitgefühl und Verständnis zu handeln. Die Schülerin Karolin Milek sprach anschließend und erinnerte daran, dass hinter den Opfern von Kriegen keine bloßen Statistiken, sondern Menschen mit Träumen und einer jäh beendeten Zukunft stehen. Sie ermutigte alle, aktiv an der Gestaltung eines friedlichen Miteinanders in den eigenen Gemeinschaften mitzuwirken.

Karl Pohler, Lehrer an der Sophienschule, reflektierte über die Bedeutung des kollektiven Gedenkens. Viele Schicksale von Kriegsopfern seien bis heute unerzählt, weshalb es umso wichtiger sei, ihr Andenken durch gemeinsames Erinnern wachzuhalten.

Auch religiöse Vertreter wandten sich an die Versammelten: Pastorin Yoo-Jin Jhi von der Willehadikirche rief zu Einheit und Heilung auf und betonte, dass die Gesellschaft Räume ohne Hass schaffen müsse. Pfarrer Julius Kafuti von der katholischen Gemeinde fügte hinzu, dass die Gräber der Gefallenen eine Mahnung zur Versöhnung seien.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Johann Deeb, Dozent an der Garbsener Musik- und Kunstschule, dessen Beiträge eine nachdenkliche Atmosphäre schufen.

Ein zentrales Thema war die Rolle der jüngeren Generation bei der Prägung der Erinnerungskultur, der Landesverteidigung und der Debatte um die Wehrpflicht.

Den Abschluss bildete eine gemeinsame Schweigeminute, die den Willen der Gemeinschaft unterstrich, die Vergangenheit zu ehren und gleichzeitig an einer friedlicheren Zukunft zu arbeiten. Redner aus unterschiedlichen Bereichen hoben dabei sowohl die individuelle Verantwortung als auch das gemeinsame Handeln zur Vermeidung künftiger Konflikte hervor.