Volkswagen krempelt Führung um: 35.000 Jobs und eine Milliarde Euro auf dem Spiel
Catrin KabusVW spart durch Umstrukturierung der Marken 1 Milliarde Euro - Volkswagen krempelt Führung um: 35.000 Jobs und eine Milliarde Euro auf dem Spiel
Die Volkswagen Group reformiert ihre Führungsstruktur, um Kosten zu senken und die Abläufe zu straffen. Von den Änderungen betroffen sind die Volumenmarken Škoda, Seat/Cupra sowie Volkswagen Nutzfahrzeuge. Bis 2030 könnten im Rahmen des Plans in Deutschland bis zu 35.000 Arbeitsplätze wegfallen. Im Mittelpunkt der Umstrukturierung steht ein neues Gremium, die Volume Brand Group Board, die im Januar 2023 ihre Arbeit aufnehmen soll. Dieses Board wird die zentralen Bereiche Produktion, technische Entwicklung und Beschaffung unter einem Dach zusammenfassen. Die vollständige Umsetzung ist bis Sommer 2023 geplant. Bisher verfügte jede Marke über einen eigenen Vorstand, doch die neue Struktur reduziert diese Positionen um etwa ein Drittel. Künftig werden vier reguläre Vorstandsmitglieder die Marken Škoda, Seat/Cupra und Volkswagen Nutzfahrzeuge führen. Das Unternehmen verspricht sich davon schnellere Entscheidungsprozesse und eine bessere Abstimmung zwischen den Marken. Die Reform folgt auf eine frühere Kostensenkungsinitiative bei der Kernmarke VW, die mit dünnen Gewinnmargen operiert. Bis 2030 will die Gruppe durch diese Maßnahmen rund eine Milliarde Euro einsparen. Zur Strategie von Konzernchef Oliver Blume gehören auch erhebliche Stellenstreichungen in Deutschland bis zu diesem Zeitpunkt. Die neue Struktur sieht weniger Führungspositionen vor und bündelt zentrale Funktionen in einem einzigen Gremium. Volkswagen erwartet dadurch schnellere Entscheidungen und geringere Kosten. Die vollständigen Auswirkungen der Änderungen werden sich zeigen, sobald das System bis Mitte 2023 vollständig etabliert ist.